Zeit 14.01.2026
16:43 Uhr

Zugunglück: Mehr als 30 Tote bei Zugunglück in Thailand


In der thailändischen Provinz Nakhon Ratchasima ist ein Baukran auf einen Personenzug gestürzt. Behörden sprechen von mindestens 32 Toten, drei Menschen werden vermisst.

Zugunglück: Mehr als 30 Tote bei Zugunglück in Thailand
Bei einem Zugunglück im Nordosten Thailands sind nach Angaben von Behörden mindestens 32 Menschen getötet worden. Weitere 64 Menschen sind den Angaben zufolge schwer verletzt worden. Nach drei Insassen werde derzeit noch gesucht. Demnach stürzte ein Kran, der für den Bau einer erhöhten Hochgeschwindigkeitsbahn eingesetzt wurde, auf den Zug, der daraufhin entgleiste und in Brand geriet. Der Zug befand sich auf dem Weg von der Hauptstadt Bangkok in die Provinz Ubon Ratchathani. Der genaue Unfallhergang ist noch unklar. Einige Medienberichte schilderten den Hergang des Unglücks teils abweichend. Die Bangkok Post schreibt , dass der massive Stahlkran plötzlich umgekippt sei, nur Sekunden bevor der Zug heranraste. Der Zug sei dann mit voller Wucht in den Kran geprallt. Andere Medien wiederum berichten, dass der Kran auf den fahrenden Zug gestürzt sei. Mittlerweile wurde das Feuer nach Behördenangaben unter Kontrolle gebracht. Auf von dem Ministerium veröffentlichten Bildern sind umgestürzte Waggons neben Buschland zu sehen, während Feuerwehrleute die Flammen löschen und weiterhin Rauch aufsteigt. Wegen austretender Chemikalien musste der Rettungseinsatz zwischenzeitlich unterbrochen werden, wie die Bezirkspolizei mitteilte. Fast 200 Menschen an Bord des Zuges Ein Augenzeuge sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe einen "heftigen Lärm" gehört, "gefolgt von zwei Explosionen". Am Ort des Unglücks habe er dann gesehen, dass der Kran in den mittleren von drei Zugwaggons gekracht war und diesen "in zwei Hälften zerteilt" habe. Insgesamt befanden sich nach Angaben von Thailands Verkehrsminister Piphat Ratchakitprakan 195 Menschen an Bord des Zuges. Er ordnete eine Untersuchung an. Der Kran gehört zu einem Großbauprojekt der thailändisch-chinesischen Hochgeschwindigkeitsstrecke, die Thailand künftig über Laos mit China verbinden soll. Das Projekt ist Teil von Chinas Infrastrukturprogramm Neue Seidenstraße. Für den Bauabschnitt war nach Angaben eines an dem Projekt beteiligten Beraters Italian-Thai Development, eines der größten Bauunternehmen Thailands, zuständig. Das Unternehmen sicherte zu, "die Verantwortung für die Entschädigung der Opferangehörigen und die Behandlungskosten der Verletzten" zu übernehmen. Der thailändische Regierungschef Anutin Charnvirakulf forderte eine Aufklärung des Unglücks. Dabei verwies er auf frühere Unfälle von Italian-Thai Development. "Es ist Zeit für eine Gesetzesänderung, um Baufirmen, die wiederholt für Unfälle verantwortlich sind, auf eine schwarze Liste zu setzen", sagte der Regierungschef. Bereits im vergangenen März waren durch einen umstürzenden Kran auf einer Baustelle des Unternehmens fünf Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden.