Zeit 16.02.2026
04:10 Uhr

Wohnkosten: Eigentümerverband warnt vor höheren Mieten durch SPD-Vorschlag


Die SPD schlägt Zusatzabgaben auf Einnahmen durch Mieteinkünfte vor. Laut dem Verband Haus & Grund könnte das zu Mietsteigerungen von bis zu 15 Prozent führen.

Wohnkosten: Eigentümerverband warnt vor höheren Mieten durch SPD-Vorschlag
Der Immobilieneigentümerverband Haus & Grund hat bezüglich des SPD-Vorschlags, auf Mieteinnahmen künftig Krankenkassen- und Pflegebeiträge zu erheben, vor deutlichen Mieterhöhungen gewarnt. Wer Mieten mit zusätzlichen Abgaben belastet, verteuere zwangsläufig das Wohnen, sagte Präsident Kai Warnecke der Bild- Zeitung. Laut eigenen Berechnungen des Verbands würde eine Umsetzung des SPD-Vorschlags zu Mietsteigerungen von bis zu 15 Prozent führen. Grund sei, dass die meisten Vermieter die zusätzlichen Kosten gar nicht selbst tragen könnten und daher an die Mieter weiterreichen müssten. "Die meisten privaten Vermieter erwirtschaften eine marginale Rendite von zwei Prozent", sagte Warnecke. SPD will Mieterhöhungen verhindern Der baupolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Hendrik Bollmann, wies Bedenken zu Mieterhöhungen zurück. Man werde Grundlagen schaffen, damit "keine zusätzlichen Belastungen auf die Mietenden abgewälzt werden dürfen", sagte er der Bild -Zeitung. Die SPD arbeitet an einem neuen Grundsatzprogramm, in dem auch die Gesundheitspolitik neu gedacht werden soll. In einem Positionspapier heißt es dazu, zur Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung solle der Kreis der Zahlenden erhöht werden. Demnach sollen Beiträge zur Krankenversicherung nicht nur auf Löhne, Gehälter und Renten, sondern auch auf andere Einkommen wie etwa Kapitaleinkünfte oder Mieteinnahmen erhoben werden. Die Union lehnt diesen Vorschlag ab . Auch der Wirtschaftsweise Martin Werding hat sich dagegen ausgesprochen .