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06.02.2026
11:58 Uhr
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Bei den Baugenehmigungen für Wohnungen in Bayern deutet sich eine Trendwende an. Nach drei teils deutlichen Rückgängen ist ihre Zahl 2025 erstmals wieder gestiegen, wie das Landesamt für Statistik mitteilt. 54.149 genehmigte Wohnungen bedeuten ein Plus von 5,1 Prozent. Allerdings ist das immer noch weit unter dem alten Niveau vor dem russischen Angriff auf die Ukraine. 2021 hatte die Zahl noch bei 80.344 gelegen. Echte Entspannung auf dem Wohnungsmarkt ist nach wie vor nicht in Sicht. Wichtigster Treiber der wieder anziehenden Zahlen waren Einfamilienhäuser. In ihnen wurden 11.665 Wohnungen genehmigt, 1.880 mehr als 2024. Dahinter folgen neue Mehrfamilienhäuser mit einem Anstieg um 835 auf 26.824 und Wohnheime mit einem Plus von 568 auf 2.756. Neue Zweifamilienhäuser liegen dagegen nicht mehr im Trend: Hier sank die Zahl um 288 auf 3.052. Dazu kamen 8.637 Wohnungen, die durch Baumaßnahmen an bestehenden Wohngebäuden entstehen - 91 weniger als vor einem Jahr und 1.215 neue Wohnungen in Nichtwohngebäuden, 328 weniger als vor einem Jahr. Im Süden sinken die Baugenehmigungen Auffällig ist, dass sich die Regierungsbezirke teils deutlich unterschiedlich entwickeln. So geht es im Süden nach unten: in Oberbayern um 9,4 Prozent auf 20.462 genehmigte Wohnungen, in Schwaben sogar um 9,9 Prozent auf 7.940. Die anderen fünf Regierungsbezirke liegen dagegen teils drastisch im Plus. In Mittelfranken steigt die Zahl um 42 Prozent auf 8.045, in Niederbayern um 26,8 Prozent auf 6.319, in Unterfranken um 23,8 Prozent auf 3.791 und in der Oberpfalz um 23,4 Prozent auf 4.954. Oberfranken legt ebenfalls zu, mit 19,1 Prozent auf 2.638 allerdings schwächer. Auch zwischen Großstadt und Land gibt deutliche Unterschiede: In den Landkreisen legen die Genehmigungen um 7,7 Prozent auf 36.713 zu, in den fünf Großstädten sinken sie dagegen um 5,3 Prozent auf 13.582. In den restlichen kreisfreien Städten ergibt sich ebenfalls ein Anstieg. © dpa-infocom, dpa:260206-930-650990/1