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02.03.2026
11:51 Uhr
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Der Rat der Wirtschaftsweisen kritisiert das Ausscheiden von Ulrike Malmendier. Veronika Grimm sagt jedoch, sie habe dem Statement nicht zugestimmt.

Unter den Wirtschaftsweisen gibt es Uneinigkeit zum Ausscheiden von Mitglied Ulrike Malmendier. Veronika Grimm distanzierte sich von einem Statement, dass der Sachverständigenrat veröffentlicht hatte. "Ich habe dem Statement nicht zugestimmt", schrieb Grimm auf X. In der von den Wirtschaftsweisen veröffentlichten Erklärung hieß es, der Sachverständigenrat nehme "mit großer Verwunderung und allergrößtem Bedauern" zur Kenntnis, dass das Mandat von Malmendier nach nur dreieinhalbjähriger Amtszeit nicht verlängert werde . Grimm schrieb jetzt, dass die personelle Besetzung des Sachverständigenrats nach dem Gesetz in der Zuständigkeit der politischen Entscheidungsträger liege und nicht beim Rat selbst. "Eine öffentliche Stellungnahme des Rates zu seiner eigenen personellen Zusammensetzung gehört daher nicht zu seinem Mandat." Grimm könnte Berichten zufolge 2027 selbst ausscheiden Malmendier selbst sprach von "großem Bedauern" darüber, dass ihr Mandat nicht verlängert worden sei. Gegen eine Verlängerung der Amtszeit gab es Medienberichten zufolge Widerstand im CDU-geführten Bundeswirtschaftsministerium. Vor allem Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) soll sich für eine Ablösung Malmendiers ausgesprochen haben, das Kanzleramt habe dies unterstützt. Den Medienberichten zufolge soll auch die Amtszeit von Grimm, die im Frühjahr 2027 ausläuft, nicht verlängert werden. Wie das Handelsblatt berichtet, hat Grimm gute Chancen, neue Präsidentin am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Essen zu werden. Das Verhältnis von Grimm zu übrigen Mitgliedern des Sachverständigenrats gilt als belastet. Die Professorin an der Technischen Universität Nürnberg ist oft anderer Meinung und verfasst in Gutachten häufig Minderheitsvoten. In der Kritik steht sie außerdem, weil sie Aufsichtsratsmitglied bei Siemens Energy ist. Der unabhängige Sachverständigenrat berät die Bundesregierung. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie das Handelsblatt berichten, soll der Ökonom Gabriel Felbermayr neuer Wirtschaftsweise werden und Malmendier nachfolgen. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums wollte sich dazu nicht äußern. Der Handelsexperte Felbermayr ist Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung und war zuvor Chef des Kiel Instituts für Weltwirtschaft.