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03.01.2026
19:18 Uhr
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In Teilen Deutschlands kam es wegen Glätte und Schnee zu Chaos auf den Straßen. Auch Reisende mit Flugzeug und Bahn mussten Beeinträchtigungen hinnehmen. Es bleibt kalt.

In weiten Teilen Deutschlands haben Eis und Schnee für Chaos auf den Straßen gesorgt. Polizeibehörden und Feuerwehren meldeten Hunderte, überwiegend kleinere Unfälle. Vor allem im Norden war die Unfallzahl besonders hoch. Die Polizei Rostock sprach am Samstagmorgen von "insgesamt 57 Glätteunfällen" innerhalb von 24 Stunden. Die Autobahnpolizei Ahlhorn in Niedersachsen meldete 13 Unfälle, "die fast ausnahmslos auf die nicht an die Wetterbedingungen angepasste Fahrweise zurückzuführen waren". Auf der A1 fuhr zwischen dem Dreieck Ahlhorn und der Anschlussstelle Cloppenburg eine 36-Jährige mit ihrem Auto gegen ein Verkehrszeichen. Die Frau kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Häufig blieb es bei den Unfällen aber bei leichten Verletzungen und Blechschäden. Im Landkreis Oldenburg blockierte auf der A1 ein querstehender Sattelzug zeitweise die gesamte Fahrbahn. Auf der A2 bei Herford fuhren sich an einer Steigung mehrere Laster auf der glatten Straße fest. Auch Einsatzkräfte von glatten Straßen betroffen In Bremen kam es laut Angaben der Feuerwehr am Samstagmorgen ebenfalls zu einigen wetterbedingten Unfällen. Auch die Einsatzkräfte selbst waren betroffen: Ein Kleintransporter der Feuerwehr kam von der Fahrbahn ab. "Das stark beschädigte Fahrzeug" sei dann "mit schwerem Gerät" geborgen worden. Auch in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen meldeten die Behörden zahlreiche Glätteunfälle. In der Eifel bei Prüm überschlug sich eine 20-jährige Autofahrerin in ihrem Pkw und wurde verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Polizei Zweibrücken meldete "mehrere liegengebliebene Fahrzeuge, vier liegengebliebene Busse sowie sechs glättebedingte Verkehrsunfälle ". Winterwetter stört Zug- und Flugverkehr Zu starken Beeinträchtigungen im Regionalverkehr der Deutschen Bahn kam es im Raum Bremen. Es gab Verspätungen von einer Stunde und Teilausfälle von Verbindungen. Wegen der hohen Neuschneemengen stießen die Weichenheizungen zunehmend an ihre technischen Grenzen, wie das Eisenbahnunternehmen Metronom mitteilte. Der Schnee könne nicht mehr vollständig abgetaut werden und gefriere in vielen Fällen unmittelbar erneut. Weichen und Signale fielen vereinzelt aus. Am Flughafen Düsseldorf konnten am Samstagnachmittag für 40 Minuten keine Flugzeuge starten oder landen. Die Piste wurde nach Angaben eines Sprechers komplett vom Schnee befreit. Wetterdienst erwartet weiter frostige Temperaturen Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, soll das Winterwetter zunächst anhalten. In der Nacht zu Montag erwartet der DWD teils zweistellige Minusgrade. Im Süden sind demnach Tiefstwerte zwischen minus 10 und minus 15 Grad möglich. Im Rest des Landes zwischen minus drei und minus neun Grad. Vor allem in Küstennähe komme es am Montag zu schauerartigen Schneefällen, zum Teil seien auch Graupelgewitter möglich. Im Süden soll es weitgehend trocken bleiben. Am Dienstag erwartet der DWD fast im gesamten Land Dauerfrost. Nur auf den Nordseeinseln und am Niederrhein seien leichte Plusgrade möglich.