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04.02.2026
10:24 Uhr
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In Hessen, Bremen und Niedersachsen entfällt heute teilweise der Präsenzunterricht. Auf Autobahnen und Bundesstraßen sorgten Schnee und Glatteis für Unfälle.

Wegen starken Schneefalls und Glätte fällt in mehreren Bundesländern der Präsenzunterricht aus. Betroffen sind Schulen in Mittelhessen sowie in Bremen und Niedersachsen. Dort kommt es wegen des Wetters und eines Warnstreiks auch zu Verkehrsbehinderungen. Behinderungen gibt es zudem im Bahnverkehr. Die Deutsche Bahn meldete Verspätungen und Zugausfälle, etwa zwischen Berlin und Hannover sowie zwischen Köln und Frankfurt am Main. Gleiches gilt für die ICE-Linie von Berlin über Braunschweig und Frankfurt nach Karlsruhe. In Niedersachsen gab es bereits am frühen Morgen allein auf der A1 mehrere Unfälle, wie das Polizeipräsidium Oldenburg mitteilte. Schwerverletzte meldeten die Präsidien nicht. Wegen eines Warnstreiks der Straßenmeistereien müssen sich Autofahrerinnen und Autofahrer dort sowie in Schleswig-Holstein außerdem auf Einschränkungen im Winterdienst einstellen. In beiden Bundesländern ist aber ein Notdienst vereinbart, damit die wichtigsten Straßen befahrbar bleiben. Für Bremen und Niedersachsen gab der Deutsche Wetterdienst aufgrund des Glatteises eine offizielle Unwetterwarnung heraus. Die Lage soll sich aber im Laufe des Tages entspannen. Von Nordhessen bis ins Emsland und bei der Nordsee ist bis zum Mittag mit gefrierendem Regen zu rechnen, warnte der Wetterdienst. In der Nacht zum Donnerstag drohe vom Erzgebirge bis in die Niederlausitz erhöhte Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen. Schneefall verursacht auch in Hessen Verkehrschaos Auch in Mittelhessen kam es aufgrund des Wetters zu Verkehrschaos. Nachdem der Verkehr auf Straßen und Autobahnen zum Stillstand gekommen war, entspannte sich die Lage am Morgen allmählich. "Es hat sich deutlich beruhigt", sagte eine Sprecherin der Polizei Mittelhessen. In der Nacht hatten sich immer wieder Lastwagen im Schnee festgefahren, wie ein Polizeisprecher berichtete. Manche Autofahrer standen stundenlang im Stau. Die Lage war den Beamten der Polizei zufolge unübersichtlich. Größere Unfälle oder Verletzte habe es vorerst jedoch nicht gegeben. Problematisch war die Lage vor allem auf der B49 in Hessen. So war die Straße ab Leun in Richtung Limburg gesperrt. Mehrere Lastwagen standen dort quer auf der Fahrbahn. Es habe lange Wartezeiten und Staus gegeben. Die Feuerwehr verteilte Getränke. Am Morgen war die Straße laut einer Sprecherin wieder befahrbar, auch wenn vereinzelt noch Lkw standen. Auch auf der A5 im Wetteraukreis in Richtung Süden brachten festgefahrene Lastwagen den Verkehr immer wieder zum Erliegen. Der Schnee hatte in Hessen bereits am Dienstag für ein Verkehrschaos gesorgt. Dabei kam es in Osthessen auf einer schneeglatten Straße zu einem Unfall, wobei ein 51 Jahre alter Mann starb. Unfälle passieren Deutschlandweit Viele Unfälle meldete die Polizei unter anderem auch in Baden-Württemberg in der Region Heilbronn und in Thüringen. Bei einigen Unfällen war jedoch nicht unmittelbar klar, ob das Wetter die Ursache war, zum Beispiel in Halle an der Saale. Dort verunglückte ein Feuerwehrfahrzeug bei einer Einsatzfahrt. Es stieß laut Polizei auf einer Kreuzung mit einem Auto zusammen – zehn Menschen wurden verletzt. Auch die Niederlande sind von extremer Glätte betroffen. Für die drei nördlichen Provinzen Groningen, Friesland und Drenthe nahe der deutschen Grenze wurde Wetteralarm ausgelös t. Bis 12 Uhr gilt die höchste Alarmstufe Rot, wie die Behörden mitteilten. Die Menschen wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben.