Zeit 08.01.2026
06:22 Uhr

Winterwetter: Neues Sturmtief bringt noch mehr Schnee und Eis


Das Tiefdruckgebiet Elli zieht Freitag über Deutschland. Meteorologen raten, zuhause zu bleiben. Der DWD spricht von einer "extremen Lage".

Winterwetter: Neues Sturmtief bringt noch mehr Schnee und Eis
In Deutschland bleibt es winterlich: Das Sturmtief Elli bringt in der Nacht zum Freitag frischen Schnee und vereiste Straßen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit kräftigem Schneefall. Bei stürmischem Ostwind seien auch Schneeverwehungen möglich, was zu größeren Behinderungen auf den Verkehrswegen führen könne. "Das wird schon eine extreme Lage", sagte ein Meteorologe des DWD. Der Regen, den das Sturmtief bringt, wird im Norden Deutschlands laut DWD durchweg als Schnee fallen. Je nach Region erwartet man 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee. Wind könnte Schnee auf Straßen wehen und den Verkehr behindern. Ähnliche Mengen an Schnee seien in den Mittelgebirgen möglich. In anderen Teilen Deutschlands werde sich wohl Glatteis bilden. Behörden und Meteorologen raten: Wer nicht unbedingt unterwegs sein muss, sollte zu Hause bleiben und das Auto stehen lassen. Am Samstag soll sich das Sturmtief in den Südosten verlagern. Vor allem im Bergland könnte viel Neuschnee fallen und Böen diesen stark verwehen. Zum Sonntag dürfte sich das Wetter dann beruhigen. In einigen Regionen soll es dafür aber strengen Frost geben. In den Mittelgebirgen seien gar Temperaturen bis zu minus 20 Grad denkbar. Deutsche Bahn reduziert Fernverkehr im Norden Die Deutsche Bahn kündigte witterungsbedingt bereits Verspätungen und Zugausfälle im Fernverkehr an. Von Donnerstagnachmittag reduziert sie vorsorglich den Fernverkehr im Norden und Nordosten Deutschlands. Es seien "spürbare Beeinträchtigungen" zu erwarten, teilte die Bahn mit. Von den Einschränkungen sind demnach unter anderem die Fernverkehrsverbindungen nach Norddeich–Mole, Kiel, Westerland/Sylt, Rostock, Binz/Rügen und Kopenhagen betroffen. Zudem werde auf den Schnellfahrstrecken Berlin–Wolfsburg, Hannover–Würzburg und Köln–Rhein/Main die Höchstgeschwindigkeit der ICE auf 200 Kilometer pro Stunde begrenzt, teilte die Bahn mit. Kunden, die ein Ticket für eine Reise von Donnerstag bis Samstag gekauft haben, könnten dieses zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung sei aufgehoben. Die Veranstalter des Biathlon -Weltcups im thüringischen Oberhof ziehen Wettkämpfe vor. Der Frankfurter Flughafen lagert nach Betreiberangaben zusätzlich Enteisungsmittel für Flugzeuge ein. Auf der Ostseeinsel Fehmarn empfiehlt der Bürgermeister , sich für mindestens drei Tage mit Lebensmitteln einzudecken, damit man die Wohnung nicht verlassen müsse, während der Sturm über die Insel zieht. Am Donnerstag fällt teilweise die Schule aus Bereits am Donnerstag soll wegen des Wetters in einigen Regionen Niedersachsens der reguläre Unterricht an Schulen ausfallen. Stattdessen wird meist auf Distanzunterricht umgestellt. Betroffen sind Einrichtungen unter anderem in Wilhelmshaven, Emden und im Landkreis Aurich. Am Freitag könnten weitere Schulen auch in anderen Bundesländern vorübergehend schließen. Tagsüber soll es am heutigen Donnerstag im Nordosten trocken sein und sogar etwas die Sonne scheinen. Sonst bleibt es laut DWD stark bewölkt, stellenweise soll es schneien. Zum Nachmittag und Abend hin wird es laut Vorhersage besonders im Süden und Westen zu mehr Niederschlägen kommen. Anfangs Schnee, später soll es im Südwesten gefrierenden Regen geben. Deutsche Flughäfen erwarten weitere Beeinträchtigungen Gerade erst hatte das Sturmtief Goretti für Beeinträchtigungen in Westeuropa gesorgt. In der französischen Hauptstadt Paris und der niederländischen Hauptstadt Amsterdam waren zahlreiche Flüge ausgefallen. Flüge der Lufthansa und von KLM von und nach Amsterdam ​oder Paris fielen auch in Frankfurt und München aus. Für den Donnerstag erwarten die deutschen Flughäfen weitere Beeinträchtigungen des Betriebs infolge von Schneefällen.