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23.01.2026
18:08 Uhr
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In großen Teilen Deutschlands droht Glätte, am Montag sind bis zu zehn Zentimeter Neuschnee möglich. In Niedersachsen und NRW gab es bereits teils tödliche Unfälle.

In großen Teilen Deutschlands wird am Wochenende winterliches Wetter erwartet. Nach Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist am Samstag vielerorts mit einer "Mischung aus Regen, gefrierendem Regen und Schnee" zu rechnen. Die Temperaturen liegen nach Angaben des DWD-Meteorologen Marco Manitta überwiegend im Minusbereich, "nur im Westen und Südwesten liegen die Temperaturen im positiven Bereich". In Südbayern setzt ab dem Abend leichter Schneefall ein, der sich weiter nach Norden ausbreitet – "dabei kann es auch zu gefrierendem Regen kommen", sagte Manitta. Auch in den übrigen Regionen bestehe Glättegefahr durch überfrierende Nässe. Am Sonntag bleibt das Wetter vielerorts trüb, Sonnenschein ist die Ausnahme. Während es meist trocken bleibt, kann im Nordosten etwas Schnee fallen. Am Abend erreicht erneut Schneefall Südbayern und breitet sich bis in die Nacht zum Montag hinein bis zur Mitte und in den Osten Deutschlands aus. Bis zu zehn Zentimeter Neuschnee Ursache für den erneuten Wintereinbruch ist ein Tiefdruckgebiet, das von den östlichen Alpen nach Polen zieht und besonders am Montag in der Osthälfte Deutschlands für Neuschnee sorgt. Lokal sind nach Angaben des DWD fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee möglich. Ob und wie weit die Schneefälle nach Westen vordringen, ist laut DWD noch unsicher. "In jedem Fall ist mit glatten Straßen zu rechnen", sagte Manitta. Lediglich im äußersten Westen und Südwesten bleibe es "meist unspektakulär", da dort die Temperaturen überwiegend im positiven Bereich liegen. Schwere Unfälle auf der Autobahn 44 bei Paderborn Das aktuell winterliche Wetter führte bereits zu vielen Unfällen auf den Straßen. Wie die Polizei mitteilte, verletzten sich Menschen bei zahlreichen Zusammenstößen im nördlichen Nordrhein-Westfalen und westlichen Niedersachsen teils tödlich. Allein die Polizeidirektion Osnabrück meldete am Vormittag über 300 Unfälle mit insgesamt 17 Verletzten und nannte die Lage "nahezu katastrophal". Selbst bei geringer Geschwindigkeit verlören Fahrzeuge unkontrolliert die Haftung. Straßen, Fuß- und Radwege seien "spiegelglatt". Die Polizei rief die Bürger dazu auf, zu Hause zu bleiben. Auf der A44 bei Paderborn ereigneten sich in der Nacht und am Morgen mehrere Unfälle. Nach Polizeiangaben kamen dabei drei Menschen ums Leben, mindestens elf wurden verletzt. Schulausfälle in Niedersachsen Zudem haben Eisregen und extreme Glätte erneut zu Schulausfällen in Niedersachsen geführt. Betroffen waren Schulen in Osnabrück, der Grafschaft Bentheim, im Emsland und im Landkreis Vechta. In den betroffenen Landkreisen sowie in der Stadt Osnabrück fiel der Unterricht an den allgemeinbildenden Schulen aus. Nach Angaben des Landkreises Osnabrück war die Betreuung für alle Schülerinnen und Schüler, die trotz des Wetters zur Schule kamen, gesichert.