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23.02.2026
08:18 Uhr
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Mehrere US-Bundesstaaten sind von einem heftigen Wintersturm betroffen. Der New Yorker Bürgermeister verhängt einen Verkehrsstopp, in New Jersey gibt es Stromausfälle.

Ein schwerer Wintersturm mit Schnee und Eiseskälte hat den Nordosten der USA erreicht. Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani erließ einen vorübergehenden Verkehrsstopp. Der Nationale Wetterdienst warnte vor "extrem gefährlichen" Fahrbedingungen. Im benachbarten Bundesstaat New Jersey waren nahezu 23.000 Haushalte und Unternehmen von Stromausfällen betroffen. Für den gesamten Bundesstaat New Jersey gelte eine Blizzardwarnung, teilte Gouverneurin Mikie Sherrill mit. Sie rief die Bevölkerung dazu auf, sich mit Vorräten einzudecken und während des Sturms nicht auf die Straße zu gehen. Ein Blizzard ist ein Schneesturm, der aufgrund seiner Stärke das öffentliche Leben in einer Region vorübergehend lahmlegt. Nach Definition des US-Wetterdienstes bringt dieses Wetterextrem Windgeschwindigkeiten von wenigstens 56 Kilometern pro Stunde und Sichtweiten unter 400 Metern mit sich. Schulen in New York am Montag geschlossen Für New York sperrte Bürgermeister Zohran Mamdani vorübergehend den Verkehr. Ab 21 Uhr Ortszeit am Sonntag bis Montagmittag gelte ein Ausnahmezustand, sagte Mamdani. Straßen, Autobahnen und Brücken in der Stadt seien für den gesamten Verkehr gesperrt. Dies gelte für Autos, Lastwagen, Motorroller und E-Bikes. Nur systemrelevante Beschäftigte und Rettungsfahrten seien von dem Verbot ausgenommen. Zusätzliche Einsatzkräfte und Räumgeräte seien mobilisiert worden. Die Schulen in New York, städtische Büchereien und andere Einrichtungen sollen am Montag geschlossen bleiben. Am Broadway wurden Theatervorstellungen abgesagt. Die Behörden verwiesen auf Aufnahmezentren in den Stadtbezirken, wo Bürgerinnen und Bürger Zuflucht finden und sich aufwärmen könnten. "Wir bitten die New Yorker, alle nicht notwendigen Fahrten zu vermeiden", appellierte der Bürgermeister. Einen Sturm dieses Ausmaßes habe die Stadt seit zehn Jahren nicht erlebt. In New York City leben mehr als acht Millionen Menschen. Dort wurden zwischen 45 und 60 Zentimeter Neuschnee erwartet. Meteorologen gaben Wintersturmwarnungen für New York und Teile von mindestens sechs Bundesstaaten heraus. Starke Schneefälle und heftiger Wind werde alle Großstädte in dem dicht besiedelten Gebiet entlang der Interstate 95 treffen, darunter Boston, Philadelphia und die weiter südlich gelegene US-Hauptstadt Washington. Zwischen Delaware und Cape Cod im Bundesstaat Massachusetts könne es in Küstengebieten zu Überschwemmungen kommen. In Boston kündigte Bürgermeisterin Michelle Wu für Montag die Schließung aller öffentlichen Schulen und städtischen Einrichtungen an. "Wir bitten alle, im Voraus zu planen, sicher und warm zu bleiben und die Straßen zu meiden, um unsere öffentlichen Bauhöfe und Sicherheitskräfte zu unterstützen", sagte Wu. Seit Jahresbeginn zwei Winterstürme in den USA Erst Anfang Februar hatte ein schwerer Wintersturm Schnee, Orkanböen, Sturmfluten und gefährliche Kälte in den Südosten der USA gebracht. Im US-Bundesstaat North Carolina fielen örtlich Schneemengen, die zu den höchsten seit Beginn der Aufzeichnungen zählten. In Florida meldeten Meteorologen neue Tiefsttemperaturen für den Monat Februar . Ende Januar hatten extreme Kälte und starke Schneefälle das Leben in vielen Teilen der USA weitgehend zum Erliegen gebracht. Ein Wintersturm erfasste den Süden, Mittleren Westen und die Ostküste der Vereinigten Staaten. Nach Medienberichten kamen mindestens 85 Menschen in mehreren US-Bundesstaaten ums Leben.