Zeit 25.01.2026
16:52 Uhr

Wintersturm: Mehr als eine halbe Million Haushalte in den USA ohne Strom


Wegen starken Schneefalls und eiskalter Temperaturen gilt in vielen US-Bundesstaaten der Notstand. Hunderttausende Menschen haben keinen Strom.

Wintersturm: Mehr als eine halbe Million Haushalte in den USA ohne Strom
Der heftige Wintersturm in den USA hat für starke Schneefälle und ungewöhnlich niedrige Temperaturen gesorgt. An vielen Orten kam es zu Stromausfällen. Landesweit sind derzeit mehr als 780.000 Haushalte ohne Strom, wie aus Angaben des Portals poweroutage.us hervorgeht. Stark betroffen waren zunächst Bundesstaaten im Süden und im Mittleren Westen, wo der Sturm am Freitagnachmittag einsetzte, darunter Texas, Mississippi, Louisiana und Tennessee. Doch auch aus Alabama und Kentucky wurden bereits erste Ausfälle gemeldet. Gleichzeitig warnten die Behörden vor möglicherweise "langanhaltenden Stromausfällen" in einigen Landesteilen. Massive Ausfälle waren schon vorab befürchtet worden, etwa durch umknickende Bäume oder weil oberirdische Leitungen durch das Gewicht von Blitzeis brechen können. Seit Tagen warnen US-Meteorologen vor einem der wohl größten Winterstürme der vergangenen Jahre. Zahlreiche Staaten haben den Notstand ausgerufen, um im Ernstfall schneller Hilfsgelder und Personal mobilisieren zu können. Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung ist von dem Wintereinbruch beeinträchtigt – laut US-Behörden nahezu 190 Millionen Menschen. Der Sturm zieht nun in Richtung Osten und soll im Laufe des Sonntags unter anderem New York erfassen. Auch für Reisende stellt das Wetter eine große Herausforderung dar. So wurden Medienberichten zufolge Tausende Flüge über das Wochenende gestrichen. Zahlreiche Staaten haben den Notstand ausgerufen . Gouverneure mehrerer Bundesstaaten riefen die Menschen auf, zu Hause zu bleiben. Zehntausende Flüge gestrichen Aus Teilen von New Mexiko meldete der Nachrichtensender CNN rund 30 Zentimeter Schnee, aus Texas bis zu 15 Zentimeter. Besonders gefährlich sei der gefrierende Regen, der in Teilen von Louisiana zu einer etwa zwei Zentimeter dicken Eisschicht führte. Die Behörden warnten am frühen Sonntag zudem vor "katastrophalen" Eisablagerungen in Mississippi. Übers Wochenende seien 14.000 Flüge gestrichen worden, berichtete CNN. Das Luftfahrtanalyseunternehmen Cirium gab an, am Sonntag würden die meisten Flugausfälle seit Beginn der Coronapandemie verzeichnet: 29 Prozent aller geplanten Flüge fanden nicht statt. Außerdem seien Autobahnen aufgrund gefährlicher Straßenbedingungen teilweise gesperrt. Es gab Berichte von zahlreichen Unfällen, etwa in Kentucky. In Washington wurden die Menschen aufgerufen, Taschenlampen bereitzulegen und ihre Handys aufzuladen. In New York sollten laut NBC News in allen fünf Bezirken Zentren eröffnet werden, in denen sich Anwohner aufwärmen können.