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26.01.2026
01:51 Uhr
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Nach starkem Schneefall und eisigen Temperaturen gilt in vielen US-Bundesstaaten der Notstand. Mehr als eine Million Haushalte haben keinen Strom. Zwei Menschen starben.

Ein heftiger Wintersturm hat in den USA mindestens zwei Menschen getötet und zahlreiche Orte vom Stromnetz abgeschnitten. Nach Daten des Portals poweroutage.us haben derzeit mehr als eine Million Haushalte im ganzen Land keinen Strom. Der Sturm war am Freitagmittag mit starkem Schneefall und ungewöhnlich niedrigen Temperaturen von bis zu minus 45 Grad Celsius von Bundesstaaten im Süden und im Mittleren Westen aufgezogen, darunter Texas, Mississippi, Louisiana und Tennessee. Am Sonntag hatte sich der Sturm in Richtung Ostküste bewegt. Zwei Männer starben nach Angaben der Gesundheitsbehörden im Bundesstaat Louisiana an Unterkühlung. In New York wurden nach Angaben von Bürgermeister Zohran Mamdani mindestens fünf Menschen leblos auf der Straße gefunden. Die Todesursache sei noch nicht bekannt. Mamdani wies jedoch darauf hin, dass die Kälte vor allem für Obdachlose lebensgefährlich sei. Zehntausende Flüge gestrichen Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung ist von dem Wintereinbruch beeinträchtigt – laut US-Behörden nahezu 190 Millionen Menschen. Behörden warnten, die Stromausfälle könnten lange anhalten. Leitungen sind durch umknickende Bäume oder das Gewicht von Blitzeis beschädigt. Zahlreiche Staaten haben den Notstand ausgerufen , um im Ernstfall schneller Hilfsgelder und Personal mobilisieren zu können. Gouverneure mehrerer Bundesstaaten riefen die Menschen auf, zu Hause zu bleiben. Aus Teilen von New Mexiko meldete der Nachrichtensender CNN rund 30 Zentimeter Schnee, aus Texas bis zu 15 Zentimeter. In Teilen von Louisiana gefror Regen zu einer etwa zwei Zentimeter dicken Eisschicht. Rund 14.000 Flüge wurden nach Angaben des Senders CNN am Wochenende gestrichen. Am Sonntag registrierte das Luftfahrtanalyseunternehmen Cirium die meisten Flugausfälle seit Beginn der Coronapandemie: 29 Prozent aller geplanten Flüge fanden nicht statt. Autobahnen waren aufgrund gefährlicher Straßenbedingungen teilweise gesperrt. Es gab Berichte von zahlreichen Unfällen, etwa in Kentucky. In Washington wurden die Menschen aufgerufen, Taschenlampen bereitzulegen und ihre Handys aufzuladen. In New York sollten laut NBC News in allen fünf Bezirken Zentren eröffnet werden, in denen sich Anwohner aufwärmen können. Trump äußert Zweifel am Klimawandel US-Präsident Donald Trump nahm den Wintersturm zum Anlass, erneut seine Zweifel am Klimawandel zu äußern: "Könnten die Klimaaufrührer mir bitte erklären: Was ist mit der Erderwärmung passiert?", schrieb er auf seinem Onlinedienst Truth Social. Die extreme Wetterlage wird ausgelöst durch eine Verformung des Polarwirbels. Dadurch gelangt kalte Luft von der Arktis nach Süden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das gehäufte Auftreten dieses Phänomens mit dem Klimawandel zusammenhängen könnte.