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21.12.2025
09:48 Uhr
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Statistisch gesehen gibt es seltener Schnee zu Weihnachten. Auch in diesem Jahr können nur wenige Regionen mit einem Wintereinbruch an den Feiertagen rechnen.

Weiße Weihnachten werden in Deutschland immer seltener. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind die Chancen auf Schnee an den Feiertagen inzwischen deutlich gesunken und beschränken sich meist auf höhere Lagen. Eine verlässliche Wetterprognose für Heiligabend und die Weihnachtstage ist zwar erst kurz zuvor möglich, doch nach Einschätzung der Meteorologen sind selbst regional ein paar Schneeflocken eher unwahrscheinlich. DWD-Meteorologe Marcel Schmid sagte dazu: "Ob es an Heiligabend zumindest regional für ein paar Flocken reicht, muss noch abgewartet werden." Mit Sicherheit Schnee gibt es dem DWD zufolge nur auf der Zugspitze. Rückgang der Schneewahrscheinlichkeit um 15 bis 40 Prozent Hintergrund ist das sogenannte Weihnachtstauwetter, eine häufig auftretende milde Wetterphase rund um die Feiertage . Solche Witterungsabschnitte treten laut dem DWD mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 70 Prozent auf und führen dazu, dass möglicher Schnee rasch wieder schmilzt. Langfristige Daten zeigen zudem einen klaren Trend, wie DWD-Sprecher Andreas Walter mitteilte: "Die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunken." Eine durchgehende Schneedecke von mindestens einem Zentimeter an allen drei Weihnachtstagen habe es zuletzt 2010 auch im Tiefland gegeben. Vergleiche man die Zeiträume von 1961 bis 1990 mit 1991 bis 2020, sehe man einen Rückgang der Schneewahrscheinlichkeit je nach Region um 15 bis 40 Prozent, sagte Walter. Gute Chancen auf weiße Weihnachten in den Alpen und Mittelgebirgen In München gab es beispielsweise nach Angaben des DWD früher statistisch gesehen etwa jedes dritte Jahr weiße Weihnachten. Zuletzt war es nur noch etwa jedes neunte Jahr. In Freiburg fiel die Wahrscheinlichkeit auf weiße Weihnachten demnach von rund 17 auf etwa fünf Prozent. Relativ gute Chancen auf Schnee bestehen an den Weihnachtsfeiertagen laut dem DWD weiterhin in den Alpen und anderen Mittelgebirgs- und Höhenlagen. In Tieflandregionen, im Westen und Norden Deutschlands sowie an den Küsten sind weiße Weihnachten hingegen selten geworden. Meteorologen führen diese Entwicklung vor allem auf die Klimaerwärmung zurück. "Natürlich war es früher, weil der Klimawandel noch nicht so zugeschlagen hat, kühler und auch kälter an Weihnachten", sagte Walter. Eine geschlossene Schneedecke habe es vielerorts aber schon damals selten gegeben. "Vielleicht wird der Blick darauf immer ein bisschen verklärt" – weil man sich das eben wünsche.