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07.01.2026
11:56 Uhr
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Am Flughafen Amsterdam-Schiphol wurden über 700 Flüge wegen Schnees gestrichen. Auch in Frankreich ist der Verkehr durch den Winter beeinträchtigt.

Der Wintereinbruch in Europa hat zu Beeinträchtigungen im Straßen- sowie Flugverkehr geführt. Wegen heftiger Schneefälle in den Niederlanden wurden am Flughafen Amsterdam-Schiphol über 700 Flüge gestrichen. Auch an den Pariser Flughäfen Charles de Gaulle (CDG) und Orly fielen etwa 140 Flüge aus, weil die Start- und Landebahnen erst geräumt und die Flugzeuge enteist werden mussten. In mehreren Gegenden Frankreichs fielen zudem die Schulbusse aus. "Auch heute ist der Flugverkehr am Flughafen gestört", teilte Amsterdam-Schiphol in einer Erklärung mit. "Unser Winterdienst arbeitet ununterbrochen, um möglichst viele Flüge möglich zu machen." Bereits in den Tagen zuvor waren zahlreiche Flüge annulliert worden. Mehr als 1.000 Menschen hätten die Nacht am Amsterdamer Flughafen verbringen müssen. Für die gestrandeten Reisenden wurden Feldbetten aufgestellt. In Paris fuhren am Vormittag keine Busse . Die Nahverkehrsgesellschaft RATP rief dazu auf, wenn möglich im Homeoffice zu bleiben. Im Berufsverkehr bildeten sich insgesamt 600 Kilometer Stau im Großraum Paris. In Onlinemedien verbreiteten sich zahlreiche Fotos und Videos von schneebedeckten Pariser Monumenten, ein seltener Anblick in den vergangenen Jahren. Winterwetter hält an Der Flughafen in Amsterdam ging davon aus, dass das Winterwetter mit heftigen Windböen weiter andauern wird. "Bisher wurden mehr als 700 Flüge gestrichen und wir gehen davon aus, dass die Zahl noch steigen wird", teilte der Flughafen weiter mit. Auch der Bahnverkehr in den Niederlanden ist durch den Schnee teilweise lahmgelegt. Die Bahngesellschaft NS empfahl Reisenden, nicht dringend notwendige Reisen zu verschieben. Auch auf den Straßen in den Niederlanden herrschte Chaos. Gegen 9.00 Uhr morgens gab es über 700 Kilometer Stau auf niederländischen Straßen. Das war für einen Mittwochmorgen die schlimmste Staulage seit dem Jahr 1999. Wegen der Erderwärmung gab es auch in den Niederlanden in den vergangenen Jahren weniger Schnee. Die starken Schneefälle in diesem Jahr seit dem 2. Januar sind die längsten seit vier Jahren. Frankreich im Schnee In 38 von 101 französischen Départements galt die zweithöchste Warnstufe. Nach Angaben des Wetterdienstes fielen im Norden und Westen des Landes zwischen drei und sieben Zentimeter Schnee, in den nordfranzösischen Ardennen waren es bis zu 15 Zentimeter. Am Dienstag waren im westfranzösischen Département Charente-Maritime an einzelnen Orten bis zu 30 Zentimeter Schnee gefallen, was für diese Gegend außergewöhnlich viel ist. Die Temperaturen erreichten in den vergangenen beiden Tagen Tiefstwerte von bis zu minus 22 Grad im ostfranzösischen Mouthe. Landesweit lag die niedrigste Durchschnittstemperatur bei minus vier Grad. Dies war laut Angaben des Wetterdienstes seit 2012 nicht mehr vorgekommen. Bei wetterbedingten Verkehrsunfällen kamen in den vergangenen Tagen in Frankreich fünf Menschen ums Leben.