Zeit 07.01.2026
04:44 Uhr

Winter: Wohnungslosenhilfe warnt wegen Kälte vor Lebensgefahr für Obdachlose


Der Wetterdienst meldet Frost in mehreren Teilen des Landes, bis zu minus 18 Grad sind möglich. Für Wohnungslose können die Temperaturen lebensbedrohlich sein.

Winter: Wohnungslosenhilfe warnt wegen Kälte vor Lebensgefahr für Obdachlose
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe hat angesichts eisiger Temperaturen vor Lücken bei der Versorgung von Obdachlosen gewarnt. "Kälte stellt für obdachlose Menschen eine lebensbedrohliche Gefahr dar, da sie ohne Zugang zu warmen Schutzräumen den extremen Temperaturen schutzlos ausgeliefert sind", sagte Marie-Sol Gersch von der Arbeitsgemeinschaft der Nachrichtenagentur dpa. In der Nacht zu Mittwoch sinkt die Temperatur laut Deutschem Wetterdienst in Teilen Deutschlands erneut in den mäßigen Frostbereich ab. Dabei können die Temperaturen auf bis zu minus 10 Grad Celsius fallen. Im Süden sowie dem östlichen und südöstlichen Bergland kann es vielerorts bis zu minus 18 Grad Celsius kalt werden. In größeren Städten gibt es meist Notunterkünfte und eine mobile Versorgung von Menschen ohne eigene Wohnung mit warmen Getränken und Schlafsäcken. "Obgleich es verschiedene Hilfsangebote gibt, sind diese nicht in allen Kommunen bedarfsdeckend – nicht selten fehlt es beispielsweise an ausreichenden Plätzen in Notunterkünften", sagte Gersch. Die sei insbesondere im Winter gefährlich. Laut Hochrechnungen der Bundesarbeitsgemeinschaft sind 2024 mehr als eine Million Menschen in Deutschland wohnungslos gewesen. In diesem Winter ist der Wohnungslosenhilfe bislang mindestens ein Toter wegen Kälte bekannt geworden. Dabei handele es sich um einen Mann in Dortmund.