Zeit 06.01.2026
08:22 Uhr

Winter: Wetterdienst warnt vor erheblichen Frostschäden


Vor allem im Süden und Osten warnt der Wetterdienst vor Glätte und Frost. In Paris führt das Winterwetter zu ungewöhnlich langen Staus und einem strengen Tempolimit.

Winter: Wetterdienst warnt vor erheblichen Frostschäden
Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer müssen sich am Morgen in einigen Teilen von Deutschland auf Glätte einstellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den Süden Deutschlands und Gebiete im Osten eine amtliche Warnung vor strengem Frost herausgegeben. Es seien erhebliche Frostschäden möglich. Längere Aufenthalte im Freien sollten vermieden werden, hieß es beim DWD. Die Nacht war nach Angaben des DWD eisig kalt. Vorausgesagt waren Tiefstwerte von minus ein bis minus zehn Grad, in der Südosthälfte bei klarem Himmel sogar minus 17 Grad. In Alpentälern könnte es noch kälter werden, hieß es. Am Dienstag zeigt sich der Himmel oft bewölkt, teilweise gibt es ein paar Auflockerungen. In der Nähe der Nordsee sind weiterhin Schneeschauer zu erwarten. Zarte Plusgrade gebe es entlang des Rheins, in Teilen von Nordrhein-Westfalen, im Emsland und an der Nordsee. Die übrigen Landesteile verbleiben laut Wetterdienst im Dauerfrost. Angesichts des winterlichen Wetters locken derzeit spiegelglatte Eisflächen vielerorts zum Schlittern und Schlittschuhfahren auf zugefrorenen Seen. Doch das kann lebensgefährlich sein, warnt Dominik Schneider von der DLRG in Bayern. Denn ob das Eis wirklich trägt, lässt sich für Laien kaum beurteilen. Deshalb sollte man Eisflächen im Zweifel grundsätzlich meiden, sagte Schneider. Winterwetter führt in Paris zu langen Staus In mehreren europäischen Ländern hat die Kälte zu Verkehrsbehinderungen und Flugausfällen geführt. Im Großraum Paris hat das Winterwetter mehr als 1.000 Kilometer Stau verursacht. Die Marke wurde laut dem Verkehrsdienst Sytadin am späten Montagnachmittag überschritten. Im Schnitt sind die Staus in der Region zu dieser Tageszeit insgesamt nur etwa 250 Kilometer lang. Im Verlauf des Abends nahm die Staulänge wieder ab. In der Region rund um Paris mit ihren eher milden Wintern haben Autos meist keine Winterreifen. Für Autofahrerinnen und Autofahrer in der Region gab es wegen der widrigen Wetterbedingungen ein strengeres Tempolimit: Sie durften nach einer Anordnung der Pariser Polizeipräfektur höchstens 80 Kilometer pro Stunde fahren. Schneefall und Eis hatten auch den Nordwesten Frankreichs fest im Griff und führten dort zu Verkehrsstörungen. In Paris wurde zudem zwischenzeitlich der Busverkehr unterbrochen, wie die Verkehrsbetriebe RATP mitteilten. Auch auf den regionalen Bahnstrecken gab es demnach Störungen. Die Wetterbedingungen hatten zudem Auswirkungen auf den Flugverkehr, da die Zahl der Flüge an den Flughäfen Charles de Gaulle und Orly bis in den Abend hinein um 15 Prozent reduziert werden musste, wie der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot mitteilte. In den Niederlanden liegt der Zugverkehr still Der Zugverkehr in den Niederlanden wurde durch Winterwetter und eine technische Störung fast völlig lahmgelegt. Bis 10 Uhr werde im ganzen Land kein Zug der niederländischen Bahn fahren, teilte diese mit. Zu zahlreichen Problemen an Weichen durch das heftige Winterwetter kam nach Angaben der Bahn am frühen Morgen noch eine Computer-Störung. Internationale Züge seien von der Störung vorläufig nicht betroffen. Auch können andere Verkehrsunternehmen lokal ihre Züge fahren lassen. Das Winterwetter sorgt zudem auf den Straßen und am Amsterdamer Großflughafen Schiphol weiter für Probleme. Rund 350 Flüge seien bereits annulliert worden.