|
26.01.2026
20:18 Uhr
|
Die Wirtschaftsminister von Dänemark und Deutschland haben beschlossen, an einem Stromdrehkreuz auf Bornholm zu arbeiten. So soll Windstrom in die Länder geleitet werden.

Deutschland und Dänemark planen, auf der Ostseeinsel Bornholm eine erste gemeinsame Stromverbindung von Offshore-Windparks in beide Länder zu bauen. Das teilte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf dem Nordsee-Gipfel in Hamburg mit. Auf der dänischen Insel soll demnach ein Stromdrehkreuz entstehen, das Offshore-Windstrom aus der Ostsee nach Deutschland und Dänemark weiterleitet. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative der Übertragungsnetzbetreiber Energien und 50Hertz mit dem Ziel, drei Gigawatt Offshore-Windenergie in das europäische Stromnetz einzuspeisen. Dem Bundeswirtschaftsministerium zufolge können damit etwa drei Millionen Haushalte mit Elektrizität versorgt werden. Das Stromdrehkreuz auf Bornholm diene dazu, den Strom aus den zukünftigen Offshore-Windparks vor der Küste der Ostseeinsel aufzunehmen, auf ein bestimmtes Spannungsniveau anzuheben und dann bedarfsgerecht über See- und Landkabel den Verbrauchern in Deutschland und Dänemark zur Verfügung zu stellen, teilte das Unternehmen 50Hertz mit. Die beiden Länder einigten sich nach Ministeriumsangaben darauf, die Kosten für die erforderliche Unterstützung für die Offshore-Windenergie zu teilen. Das Projekt sei das erste Beispiel für die gemeinsame Finanzierung einer Offshore-Windfarm durch zwei Länder. Es wurde von der EU-Kommission als vorrangig eingestuft und zählt zu einer von acht zentralen "Energieautobahnen".