Zeit 11.01.2026
20:13 Uhr

Wetterchaos: Wetterdienst warnt vor Glätte in der Nacht


Das Tief Gunda bringt nach einem sonnigen Sonntag Schneefall und gefrierenden Regen. In Nordrhein-Westfalen und Bremen entfällt der Präsenzunterricht.

Wetterchaos: Wetterdienst warnt vor Glätte in der Nacht
Nach dem überwiegend sonnigen Sonntag drohen in der Nacht erneutes Wetterchaos und verbreitete Glätte in vielen Teilen Deutschlands. Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zufolge soll es im Westen ab Mitternacht Schnee und auch Regen geben, die Niederschläge erreichen bis zum Morgen etwa eine Linie Schleswig-Harz-Allgäu. Aufgrund der andauernden Kälte droht dann verbreitet Glätte. Der Regen gefriert in der Frostluft oder auf den gefrorenen Böden. Folge sei "eine überregional unwetterartige Glatteislage", sagte DWD-Meteorologe Oliver Reuter. Wegen der starken Glatteisgefahr gehen die Schulen in Nordrhein-Westfalen am Montag landesweit in Distanzunterricht. In den Schulen werde lediglich eine Notbetreuung angeboten, teilte die Landesregierung mit. Auch in Bremen fällt der reguläre Schulunterricht aus. Das teilte die Sprecherin des Bildungsressorts mit. Schülerinnen und Schüler bekommen demnach Distanzunterricht. Der DWD-Prognose zufolge wird sich das Tief Gunda im Tagesverlauf bis nach Niederbayern sowie zur Oder und Neiße im Osten ausbreiten. Insbesondere in Bayern werde die Lage bis in den Dienstag hinein andauern. "Es ist mit teils massiven Auswirkungen zu rechnen ", warnte der DWD. Ab Mittwoch soll das Winterwetter beendet sein Im Westen werde sich die Situation bei Plusgraden ab den Mittagsstunden bessern, im Osten komme die Front kaum noch an. "Die Gefahr für den Osten ist jedoch nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben", sagte Reuter. Dort komme der zweite Schub an Niederschlag spätestens in der Nacht zum Dienstag an und werde ebenso teils unwetterartiges Glatteis mit sich bringen. Am Dienstag gibt es in Südostbayern und von Vorpommern über Brandenburg bis zur Lausitz noch immer gefrierenden Regen, der erst im Tagesverlauf nachlassen soll. Ab Mittwoch sei dann vorerst kein weiteres Winterwetter in Sicht, heißt es vom DWD. Angesichts der Glätte rät auch der ADAC, derzeit auf unnötige Autofahrten zu verzichten . Einem ADAC-Sprecher zufolge ist die Blitzeisgefahr in Wäldern, auf Brücken oder an anderen schattigen Orten, wo die Straße bei frostigen Temperaturen stark abkühlen kann, besonders hoch. Die Eisschicht könne plötzlich auftreten und sei kaum zu erkennen. Grundsätzlich solle bei Autofahrten im Winter auf angepasste Geschwindigkeit und ausreichend Abstand geachtet werden. Elli sorgte für Beeinträchtigungen Bundesweit registrierte die Polizei am Wochenende bereits zahlreiche Unfälle auf glatten und schneebedeckten Straßen, vielerorts waren Räumdienste im Einsatz. In den meisten Fällen blieb es demnach aber bei leichteren Verletzungen oder Blechschäden, vereinzelt kam es aber auch zu schweren Unfällen. Das Sturmtief Elli war am Freitag auf Deutschland getroffen und hatte zum Teil für Beeinträchtigungen gesorgt. Der Bahnverkehr in Norddeutschland war erheblich gestört. Es galten Unwetterwarnungen, in mehreren Bundesländern fiel die Schule aus. Behörden riefen die Menschen vielerorts dazu auf, zu Hause zu bleiben.