Zeit 07.01.2026
19:10 Uhr

Wetter in Mitteleuropa: Neues Sturmtief bringt mehr Schnee und Eis


In Deutschland bleibt es winterlich. Am Freitag soll ein Tiefdruckgebiet mit viel Schnee das Land erreichen. Die Deutsche Bahn reduziert den Fernverkehr im Norden.

Wetter in Mitteleuropa: Neues Sturmtief bringt mehr Schnee und Eis
In Mitteleuropa bringt ein Sturmtief in den kommenden Tagen frischen Schnee und vereiste Straßen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte, wird das Sturmtief mit dem Namen Elli in der Nacht zu Freitag aufziehen und sich im Laufe des Samstags verlagern. Zuvor hatte der DWD berichtet, über dem Atlantik bilde sich ein Tief und steigere sich zum Sturmtief. Demnach soll sich Sturmtief Elli Donnerstagfrüh westlich von Irland befinden. Freitagfrüh schwebe es über den Niederlanden . Anschließend ziehe das Sturmtief über die nördliche Mitte Deutschlands nach Osten. Der Regen, den das Sturmtief bringt, werde im Norden Deutschlands durchweg als Schnee fallen. Je nach Region erwartet der DWD 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee. Wind könnte Schnee auf Straßen wehen und den Verkehr behindern. Ähnliche Mengen an Schnee seien in den Mittelgebirgen möglich. In anderen Teilen Deutschlands werde sich wohl Glatteis bilden. Deutsche Bahn reduziert Fernverkehr im Norden Am Samstag verlagere sich das Sturmtief in den deutschen Südosten. Vor allem im Bergland könnte viel Neuschnee fallen, Böen könnten diesen stark verwehen. Zum Sonntag beruhige sich das Wetter. In einigen Regionen stelle sich dafür strenger Frost ein. In den Mittelgebirgen seien gar Temperaturen bis zu minus 20 Grad denkbar. Die Deutsche Bahn reduziert von Donnerstagnachmittag an vorsorglich den Fernverkehr im Norden und Nordosten Deutschlands. Es seien "spürbare Beeinträchtigungen" zu erwarten, teilte die Bahn mit. Von den Einschränkungen sind demnach unter anderem die Fernverkehrsverbindungen nach Norddeich–Mole, Kiel, Westerland/Sylt, Rostock, Binz/Rügen und Kopenhagen betroffen. Zudem werde auf den Schnellfahrstrecken Berlin–Wolfsburg, Hannover–Würzburg und Köln–Rhein/Main die Höchstgeschwindigkeit der ICE auf 200 Kilometer pro Stunde begrenzt, teilte die Bahn weiter mit. Kunden, die ein Ticket für eine Reise von Donnerstag bis Samstag gekauft haben, könnten dieses zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung sei aufgehoben. Die Veranstalter des Biathlon -Weltcups im thüringischen Oberhof ziehen Wettkämpfe vor. Der Frankfurter Flughafen lagert nach Betreiberangaben zusätzlich Enteisungsmittel für Flugzeuge ein. Auf der Ostseeinsel Fehmarn empfahl der Bürgermeister , sich für mindestens drei Tage mit Lebensmitteln einzudecken, damit man die Wohnung nicht verlassen müsse, während der Sturm über die Insel zieht. Flug- und Bahnverkehr beeinträchtigt Zuvor hatte das Sturmtief Goretti für Beeinträchtigungen in Westeuropa gesorgt. In der französischen Hauptstadt Paris und der niederländischen Hauptstadt Amsterdam waren zahlreiche Flüge ausgefallen. Auf Anweisung der französischen Luftfahrtbehörde ‍sollten Airlines 40 Prozent ​der Flüge am Pariser Großflughafen Charles de Gaulle ‌und ein Viertel am kleineren Airport Orly streichen. Am Flughafen Amsterdam Schiphol sagte die niederländische ⁠Fluggesellschaft KLM 600 Flüge ab. Die KLM meldete zudem, dass das Enteisungsmittel für die Flugzeuge des ⁠Herstellers Clariant zur Neige gehe. Es sei aufgrund von Lieferverzögerungen schwierig, die Bestände aufzufüllen, hieß es. Auch am internationalen Flughafen in Belgiens Hauptstadt Brüssel kam es ⁠zu Ausfällen und Verspätungen. Der Bahnbetreiber Eurostar verzeichnete ebenfalls erhebliche Verspätungen ⁠und Ausfälle. Flüge der Lufthansa und von KLM von und nach Amsterdam ​oder Paris fielen auch an Airports wie Frankfurt und München aus. Für den Donnerstag erwarten die deutschen Flughäfen weitere Beeinträchtigungen des Betriebs infolge von Schneefällen. Das Tief Goretti soll ‍dann in den Südwesten ziehen; es wird mit Schneefall und überfrierendem Regen gerechnet.