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26.01.2026
10:56 Uhr
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Besonders im Osten Deutschlands warnt der Deutsche Wetterdienst vor Glätte. Der Fernverkehr der Deutschen Bahn ist gestört, auch im Nahverkehr gibt es Ausfälle.

Starker Schneefall und Eisregen haben in weiten Teilen Deutschlands den Verkehr behindert. Zeitweise war es gefährlich glatt, weil sich Regen auf gefrorenen Böden in Eis verwandelte. Der Deutsche Wetterdienst warnt für Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Teile Sachsens und Bayerns vor Glätte. Besonders hoch ist die Gefahr demnach im nördlichen Grenzbereich zu Polen rund um Schwedt, Prenzlau und Pasewalk. In Berlin etwa waren Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger zu besonderer Vorsicht aufgerufen. Polizei und Berliner Stadtreinigung warnten vor extremer Glätte. Die Berliner Verkehrsbetriebe stellten den Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen komplett ein. In der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam wurde zudem der Busverkehr eingestellt. In Berlin und in Brandenburg blieben am Montag die Parks und Schlösser der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg wegen Glatteis geschlossen. Wegen des gefrierenden Regens musste auch die Reise des Außenministers Johann Wadephul nach Lettland und Schweden kurzfristig umgeplant werden. Statt von Berlin fliegt die Delegation in Leipzig ab. Nach Leipzig reiste Wadephul laut dem Auswärtigen Amt mit dem Zug. Fernverkehr zwischen Hamburg und Hannover gestört Der Fernverkehr der Deutschen Bahn ist wegen des Wetters teilweise gestört. Bundesweit könne es zu Beeinträchtigungen kommen, teilte die Bahn mit. Zu Ausfällen kommt es etwa auf der Strecke Hannover–Uelzen–Hamburg, auf der Weichen von Schnee zugeweht und eingefroren sind. Auch im Südwesten gibt es den Angaben zufolge Ausfälle, vor allem im Raum Frankfurt und im Raum Stuttgart. Die Fahrgäste seien gebeten, sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindungen zu informieren. Nach Angaben des Bahnunternehmens Metronom gibt es auch Ausfälle im Regionalverkehr: Auf der Strecke Hamburg–Uelzen führen wegen des Wetters derzeit keine Züge, teilte das Unternehmen auf seiner Website mit. Weichen bei Lüneburg, Bienenbüttel, Bad Bevensen und Uelzen sowie beim Bahnbetriebswerk in Uelzen seien gestört, die Züge führen derzeit nicht. Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee in Franken Für weite Teile Deutschlands ist zum Wochenstart Neuschnee angesagt . Amtliche Warnungen vor Schneefall gibt es für Teile Schleswig-Holsteins, Mecklenburg-Vorpommerns, Niedersachsens, Sachsen-Anhalts, Thüringens, Baden-Württembergs, Bayerns und von Rheinland-Pfalz. Besonders hoch ist die Gefahr in Franken rund um Bamberg, wo bis zu 20 Zentimeter Neuschnee erwartet werden. Der Wetterdienst rät, in diesem Bereich Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Bei Weinsberg in Baden-Württemberg blieben in der Nacht auf einer Verbindungsstrecke von zwei Autobahnen bis zu 20 Autos und Lastwagen im Schnee stecken, wie die Polizei in Heilbronn mitteilte. Allein im Rems-Murr-Kreis ereigneten sich laut Polizei 44 witterungsbedingte Unfälle. Die Autobahn 8 zwischen Stuttgart und München musste am Sonntagabend für mehrere Stunden voll gesperrt werden, weil mehrere Pkw und Lastwagen bei Anstiegen nicht mehr weiterkamen und freigeschleppt werden mussten. Im Landkreis Celle in Niedersachsen wurde der Schulunterricht wegen der gefährlichen Anfahrtswege abgesagt. Auch in einigen bayerischen und niedersächsischen Landkreisen blieben die Schulen geschlossen. Bei Nürnberg geriet ein Mann mit seinem Auto auf schneeglatter Fahrbahn ins Rutschen und landete im Vorgarten einer Kirche. Der Wagen kam in Happurg von der abschüssigen Straße ab, fuhr auf das Gelände der Kirche und stieß gegen eine Treppe am Gebäude. Rettungskräfte brachten den 34-Jährigen leicht verletzt ins Krankenhaus.