Zeit 27.12.2025
16:55 Uhr

Wetter: New York und New Jersey rufen nach Wintereinbruch den Notstand aus


Ein Schneesturm hat den Nordosten der USA getroffen. Der Flugverkehr ist gestört. Die Behörden warnten wegen gefährlicher Straßenbedingungen die Bevölkerung vor Fahrten.

Wetter: New York und New Jersey rufen nach Wintereinbruch den Notstand aus
Ein Wintersturm mit Schnee und Eis hat den Nordosten der USA getroffen und den Flugverkehr nach den Feiertagen beeinträchtigt. Die Behörden in New York und New Jersey riefen den Notstand aus. Sie warnten vor gefährlichen Straßenverhältnissen und riefen die Bevölkerung auf, möglichst nicht mit dem Auto zu fahren. "Die Sicherheit der New Yorkerinnen und New Yorker hat oberste Priorität. Ich appelliere weiterhin zu größter Vorsicht während des gesamten Sturms", sagte New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul. Meteorologe Bob Oravec vom Wetterdienst teilte mit, dass der stärkste Schneefall inzwischen vorbei sei. "Nur noch einzelne Flocken fallen am Morgen, die im Laufe des Tages nachlassen", so Oravec. Der Sturm hatte dennoch erhebliche Auswirkungen auf den Reiseverkehr. Bis zum Vormittag wurden landesweit über 14.400 Inlandsflüge gestrichen oder waren verspätet, die meisten davon an den Flughäfen John F. Kennedy, LaGuardia und Newark in der Region New York. Auch rund 2.100 internationale Flüge, die für Samstag geplant waren, wurden laut dem Portal FlightAware abgesagt. Die Fluggesellschaften American Airlines, United Airlines und JetBlue verzichteten für betroffene Passagiere auf Umbuchungsgebühren. Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes fielen in Teilen des Bundesstaats New York, von Syracuse bis Long Island sowie in Connecticut, 15 bis 25 Zentimeter Schnee. Die New York Times berichtete, dass rund 11 Zentimeter Schnee den Central Park bedeckten – was zuletzt im Januar 2022 so war. Warnung vor Eissturm und Einschränkungen für den Schwerlastverkehr Für große Teile von Pennsylvania und Massachusetts galten Eissturmwarnungen und Wetterhinweise. In New Jersey und Pennsylvania wurden zudem Einschränkungen für den Schwerlastverkehr auf mehreren Autobahnen verhängt. "Dieser Sturm wird gefährliche Straßenverhältnisse verursachen und den Reiseverkehr zum Jahresende stark beeinträchtigen", sagte New Jerseys amtierende Gouverneurin Tahesha Way. "Wir raten dringend davon ab, während des Sturms zu reisen und bitten die Bevölkerung, den Räumdiensten die Arbeit zu erleichtern." Der aktuelle Wintersturm reiht sich in eine Serie von Kälte- und Schneefällen ein, die in den vergangenen Jahren Teile der USA lahmgelegt haben. Immer wieder mussten Bundesstaaten wie New York, New Jersey oder Pennsylvania den Notstand ausrufen, Hunderttausende Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Meteorologinnen und Meteorologen weisen seit Längerem darauf hin, dass Extremwetterlagen durch den menschengemachten Klimawandel häufiger und schwerer vorhersehbar werden könnten.