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06.02.2026
08:23 Uhr
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Am Hauptstadtflughafen Berlin fallen weiterhin Starts und Landungen aus. Auf der vereisten A10 staute sich bis nachts der Verkehr. Am Wochenende soll es milder werden.

Wegen vereister Landebahnen sind weiterhin keine Flüge am Hauptstadtflughafen BER möglich. Eine Sprecherin des BER teilte am Freitagmorgen mit, dass es unklar sei, wann der Betrieb wieder aufgenommen werden könne. Der Winterdienst der Flughafengesellschaft habe die Flugbetriebsflächen die gesamte Nacht über mit Enteisungsmittel behandelt, aber ohne Erfolg, sie seien weiter spiegelglatt. Wegen des Eisregens sind seit Donnerstagabend keine Starts und Landungen am BER möglich. Am frühen Morgen konnten Passagiere für einige Flüge – etwa nach Teneriffa oder Malaga – zumindest einchecken, zeigt die offizielle Statusanzeige des Flughafens . Andere Flüge – etwa mit Ziel Lissabon, London oder München – wurden dagegen gestrichen. Fluggäste sollten vor Anreise zum Flughafen den Status ihrer Flüge bei den jeweiligen Airlines überprüfen, teilte der Flughafen auf X mit . Menschen im Norden und Osten Deutschlands müssen örtlich weiterhin mit überfrierendem Regen, Glatteis und schlechter Sicht aufgrund von Nebel rechnen. Vor allem in Vorpommern seien gebietsweise Unwetter möglich, teilte der Deutsche Wetterdienst über seine Warnkarte mit. An der Ostsee gebe es Schnee. Auf den Straßen in Berlin und Brandenburg herrschte wegen zahlreicher Unfälle bis tief in die Nacht Chaos. In Brandenburg stellten die Verkehrsbetriebe mehrere Buslinien bis Freitagfrüh ein. Auf der eisglatten Autobahn 10 bei Potsdam bildete sich nach einer Reihe von Unfällen mit Autos, Kleintransportern und Lastwagen ab Donnerstagnachmittag ein mehrstündiger Stau. Auch nach 23.30 Uhr stand der Verkehr dort noch still, Räumfahrzeuge kamen auf der vereisten Fahrbahn nicht zu den Unfallstellen durch. Nach Polizeiangaben wurden 19 Menschen verletzt. Nordosten bleibt kalt, im Südwesten kann es wärmer werden Im Laufe des Tages soll sich die Glatteislage dem Warnlagebericht zufolge entspannen. Am Rande eines Hochs über Skandinavien ströme die kalte Festlandsluft in den Norden und Osten. Dagegen lenkten atlantische Tiefausläufer mildere Meeresluft in den Süden und Westen. Nur im Nordosten gebe es gebietsweise leichten Dauerfrost. Der Wetterdienst rechnet am Freitag noch mit Nebel. Teilweise könne man nur 150 Meter weit sehen, die Sicht solle sich auch im Tagesverlauf nur zögerlich verbessern. Zum Wochenende allerdings könnten sich laut DWD mildere Luftmassen bis in den Nordosten ausbreiten. "Das Wochenende präsentiert sich insbesondere im Südwesten und Westen schon fast von seiner vorfrühlingshaften Seite", schreibt Meteorologin Tanja Egerer vom DWD. Entlang des Rheins sollen die Höchsttemperaturen bei um die 10 Grad liegen.