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05.01.2026
14:51 Uhr
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Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) hat die Bürger zum Schneeschippen aufgerufen. Es habe so viel geschneit wie seit 15 Jahren nicht mehr. "Aber so schön der Schnee auch ist - wir wollen alle sicher zur Arbeit, zur Schule oder zum Sport kommen. Deshalb heißt es jetzt anpacken", schrieb die Zweite Bürgermeisterin im Netzwerk Linkedin. Die Stadtreinigung sei aktuell mit mehr als 720 Mitarbeitern und rund 360 Fahrzeugen im Einsatz. Bei den Gehwegen seien aber alle gefordert. Insbesondere Grundstückeigentümer seien rechtlich dazu verpflichtet, für das Räumen der Gehwege vor den jeweiligen Gebäuden zu sorgen. Dazu postete die Senatorin ein Bild von sich mit einem Schneeschieber in der Hand. Nach Angaben der Polizei gab es am Montagmorgen nur wenige Glätteunfälle in Hamburg und Schleswig-Holstein. Die Hamburger Feuerwehr meldete mehr als 50 Wetter-Einsätze. In den meisten Fällen sei es um Äste gegangen, die unter der Schneelast abbrachen oder abzubrechen drohten. Am Wochenende hatte die Feuerwehr rund 500 Mal technische Hilfe leisten müssen. Hinzukamen mehr als 100 Rettungseinsätze. In der Nähe von Schafflund bei Flensburg kam ein Linienbus von der Bundesstraße 199 ab und rutschte in den Straßengraben. Dabei wurden sechs der 21 Fahrgäste leicht verletzt, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Wegen der Gefahr von abbrechenden Ästen wurde der Hauptfriedhof Altona für Besucher geschlossen. Beisetzungen fänden aber weiterhin statt, teilte das Bezirksamt Altona mit. In Grünanlagen und im Wald sollten Besucher generell vorsichtig sein. Hamburgs bekanntester und größter Friedhof in Ohlsdorf bleibt allerdings geöffnet. Nur ganz vereinzelt seien wenige Wege gesperrt worden, sagte der Sprecher des städtischen Unternehmens Hamburger Friedhöfe, Lutz Rehkopf. Auch auf den übrigen städtischen Friedhöfen wie in Öjendorf gelten keine Einschränkungen für Besucher. © dpa-infocom, dpa:260105-930-498953/3