Zeit 05.02.2026
05:54 Uhr

Wetter: Deutscher Wetterdienst warnt vor Glatteis im Osten


Im Westen wird es mild, im Osten droht Glatteis. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Unwettern in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

Wetter: Deutscher Wetterdienst warnt vor Glatteis im Osten
Nach einer kurzzeitigen Wetterberuhigung ist es in Teilen Deutschlands wieder glatt. "Diesmal ist der Schauplatz über dem Osten Deutschlands", erklärte Thore Hansen vom Deutschen Wetterdienst (DWD). In der Nacht setzten demnach von Tschechien her Niederschläge ein, teils als Schnee , teils als gefrierender Regen. Gebietsweise müsse mit erheblicher Glätte gerechnet werden. Eis und Glätte führen am Morgen bereits zu Einschränkungen im Berliner U-Bahn-Netz, die Linie U2 wurde teilweise unterbrochen. Amtliche Unwetterwarnungen des DWD galten bis zum Morgen für Teile von Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und Berlin. Die Menschen wurden aufgefordert, äußerst vorsichtig zu sein und den Aufenthalt im Freien sowie Fahrten mit dem Auto zu vermeiden oder das Verhalten im Straßenverkehr anzupassen. Auf allen Verkehrswegen seien Einschränkungen möglich. Es bestehe Gefahr für Leib und Leben. Schneien soll es am Morgen laut DWD vor allem in Niedersachsen , dort fällt in mehreren Regionen erneut der Präsenzunterricht aus. Tagsüber sei dann vor allem in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls Neuschnee möglich. Erwartet werden Mengen zwischen ein und fünf Zentimetern, in Vorpommern auch etwas mehr. Ruhigeres Wetter im Rest Deutschlands Die Temperaturen liegen dabei laut DWD bei maximal minus drei bis plus zwei Grad im Osten und Nordosten. In den anderen Teilen Deutschlands verläuft das Wetter nach Angaben des Meteorologen Hansen deutlich ruhiger. Im Südwesten und Westen seien Höchsttemperaturen von bis zu acht Grad, im Breisgau bis zehn Grad möglich. Bereits die vergangenen Tage hatte sich Deutschland bei der Wetterlage zweigeteilt gezeigt: Frost im Nordosten mit Minusgraden, und teils zweistellige Höchstwerte im Westen, Südwesten und am zeitweise föhnigen Alpenrand. "Für die Nacht zum Freitag und den Freitag tagsüber gehen die Wettermodelle in ihrer Simulation allmählich auseinander", sagte Meteorologe Hansen. Laut den Prognosen fällt in der Nacht zum Freitag im äußersten Norden und Nordosten etwas Schnee, der allmählich nachlässt. Im Osten gibt es gebietsweise gefrierenden Regen mit Glatteis, im Südwesten und Westen kommt später etwas Regen auf, der lokal gefrieren kann. Glatteisgefahr im Nordosten am Wochenende Im Laufe des Freitags soll sich die Lage laut Hansen wieder entspannen. Nach längerer Zeit klettern die Temperaturen auch im Norden und Osten zumindest knapp über die Null-Grad-Marke. Deutlich milder ist es weiterhin im Westen und Südwesten Deutschlands, dort werden acht bis elf Grad erreicht. Am Samstag fallen jedoch im Norden, Osten und in der Mitte gebietsweise wieder Niederschläge, meist als Regen oder Sprühregen und teils als Schnee oder gefrierender Regen. Vor allem im Nordosten besteht laut DWD am Wochenende teils markante Glatteisgefahr. Vom Westen in den Süden ist es laut der Vorhersage hingegen wechselnd bewölkt und weitestgehend niederschlagsfrei. Im Südwesten gibt es sogar längere, sonnige Abschnitte. Klimawandel beeinflusst Dauer von Wetterlagen Anhaltend eisig im Nordosten und vergleichsweise mild im Südwesten: Solche Dauerwetterlagen gibt es nach Angaben des DWD im Zuge des Klimawandels häufiger. Bekannt sei das Phänomen unter anderem von den sogenannten Omegalagen im Sommer, sagte DWD-Meteorologe Andreas Walter. Diese lang anhaltenden Phasen sind von einem starken Hochdruckgebiet über Mitteleuropa geprägt, das von zwei Tiefdruckgebieten flankiert wird. Folge ist anhaltend sonniges, trockenes und warmes Wetter, oft verbunden mit Hitzewellen und Dürren. Prinzipiell sei eine Zweiteilung der Wetterlage in Deutschland nicht ungewöhnlich, erklärt Walter zudem. "Das kommt häufiger vor." Fast 20 Grad Unterschied seien allerdings viel, und auch die lange Dauer sei besonders. Eine direkt verfügbare Statistik zur Häufigkeit solcher Wetterlagen gebe es aktuell nicht. In den vergangenen Tagen hatte das stationäre Hochdruckgebiet Daniel für Dauerfrost im Nordosten gesorgt. Der Südwesten wurde von atlantischen Tiefdruckausläufern geprägt, die milde und feuchte Luft aus Südwesten heranführen.