Zeit 06.02.2026
14:21 Uhr

Weitere Warnstreiks: Großer Warnstreiktag: Auch mehrere Tunnel werden gesperrt


Weitere Warnstreiks: Großer Warnstreiktag: Auch mehrere Tunnel werden gesperrt
Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder rufen mehrere Gewerkschaften für Dienstag (10. Februar) zu einem landesweiten Warnstreik in Nordrhein-Westfalen auf. Weil auch der Kontrollraum der Landesverkehrszentrale bestreikt wird, müssten auch mehrere Tunnel gesperrt werden, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Betroffen sind folgende Tunnel in beide Fahrtrichtungen: L70: Kiesbergtunnel in Wuppertal L107: Tunnel Velbert-Langenberg L614: Emmerauentunnel in Lügde L751: Tunnel Menkhauser Berg bei Oerlinghausen/Kreis Lippe L666n: Tunnel Engelbert in Gevelsberg Demonstration in Düsseldorf Zudem sollen Beschäftigte aus Hochschulen, Unikliniken, von der Polizei, Behörden, Justiz und weiteren Teilen der Landesverwaltung in Düsseldorf zu einer Demonstration zusammenkommen, teilten Verdi, GEW, GdP und der dbb NRW mit. An den Unikliniken in Aachen, Essen und Köln ist ein zweitägiger Warnstreik für Montag (9. Februar) und Dienstag (10. Februar) geplant. Gewerkschaftschefs sprechen auf Kundgebung Bei einer gemeinsamen Kundgebung vor dem NRW-Landtag werden Verdi-Chef Frank Werneke und der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer als Redner erwartet. Verdi rechnet mit mehreren Tausend Teilnehmern. Neben streikenden Angestellten werden auch Beamte erwartet, die zwar nicht streiken dürfen, sich aber für die Teilnahme freinehmen wollen. Mit der Aktion wollen die Gewerkschaften unmittelbar vor der dritten Verhandlungsrunde den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Das nächste Treffen der Tarifparteien beginnt am Mittwoch (11. Februar) in Potsdam. Die Gewerkschaften fordern für Tarifbeschäftigte der Bundesländer sieben Prozent mehr Einkommen – mindestens aber 300 Euro mehr. Von Länderseite waren die Forderungen wegen knapper Länderhaushalte bereits wiederholt als überzogen zurückgewiesen worden. Allerdings war von Arbeitgeberseite auch Zuversicht zu hören, dass ein Abschluss im Februar zustande kommen könnte. © dpa-infocom, dpa:260206-930-651978/1