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16.12.2025
10:28 Uhr
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Eine Denkmalschutzorganisation klagt gegen den Bau des Ballsaals im Weißen Haus. Die US-Regierung begründet die schnelle Fertigstellung allgemein mit Sicherheitsfragen.

Die US-Regierung sieht in ihrer Forderung nach einer schnellen Errichtung des neuen Ballsaals am Weißen Haus in Washington, D.C. eine Frage der nationalen Sicherheit. Das ging aus Gerichtsakten hervor, in denen die konkreten Gründe für diese Einschätzung allerdings nicht näher ausgeführt wurden. Die Stellungnahme erfolgte als Reaktion auf eine Klage des National Trust for Historic Preservation, einer US-Organisation, die sich für den Erhalt historischer Bauten einsetzt. In der am Freitag eingereichten Klage wird gefordert, die Entwürfe des Projekts prüfen zu lassen, eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung durchzuführen, der Öffentlichkeit Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben sowie eine Debatte und Zustimmung im Kongress herbeizuführen. Der Erklärung der Regierung zum Bau des Ballsaals war eine Stellungnahme des stellvertretenden Direktors des Secret Service, Matthew Quinn, beigefügt. Die Behörde ist für den Schutz des Präsidenten und anderer hochrangiger Regierungsmitglieder zuständig. Quinn teilte in der Stellungnahme mit, auf dem Gelände des ehemaligen Ostflügels des Weißen Hauses seien zusätzliche Arbeiten notwendig, um die Sicherheitsanforderungen des Secret Service zu erfüllen. Konkrete sicherheitsrelevante Bedenken werden in den Akten jedoch nicht benannt. Die Regierung bot aber an, dem zuständigen Richter die Details in einem vertraulichen Gespräch ohne Anwesenheit der Kläger darzulegen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.