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19.12.2025
10:57 Uhr
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Einer Studie zufolge muss an den Weihnachtstagen und Neujahr fast jeder zehnte Beschäftigte in Deutschland zur Arbeit. Zwischen Ost und West sind die Unterschiede groß.

Neun Prozent aller Beschäftigten in Deutschland haben angegeben, dass sie während der Feiertage arbeiten werden. Laut einer Studie des WSI-Instituts der Hans-Böckler-Stiftung werden bis zum 24. Dezember um 14 Uhr noch immer 24 Prozent ihrer Arbeit nachgehen. Danach fällt der Wert der Studie zufolge für Heiligabend, die ersten beiden Weihnachtstage und den Nachmittag des Silvestertags auf durchschnittlich neun Prozent. Die geringste Arbeitsquote liegt bei acht Prozent am ersten Weihnachtstag. Familien mit geringem Einkommen häufiger betroffen In den Branchen Verkehr, Logistik und Handel müssen bis zum Nachmittag des 24. Dezembers noch die Hälfte aller Beschäftigten zum Job . Am Silvesterabend ist das Gastronomiegewerbe die Branche, die mit der größten Belegschaft (28 Prozent) im Einsatz ist. Vor allem in Familien mit geringem Durchschnittseinkommen sei die Quote der Feiertagsarbeiter hoch, sagten die Experten. Mit steigendem Einkommen sinkt die Quote. Von den Beschäftigten in der niedrigsten Gehaltsstufe sind 14 Prozent am Nachmittag des 24. Dezembers auf der Arbeit. Der Studie zufolge sind es in der höchsten Gehaltsklasse nur noch sieben Prozent. Großes Ost-West-Gefälle vor Heiligabend Die Studie zeigt zudem ein großes Gefälle zwischen Ost und West auf. Im Osten Deutschlands berichten den Experten des WSI zufolge mehr Menschen, dass sie während der Feiertage zur Arbeit müssen. Am Vormittag des 24. Dezembers arbeiten in Sachsen-Anhalt branchenübergreifend noch rund 31 Prozent der Erwerbstätigen. Deutschlandweit der Höchstwert. Die wenigsten Menschen arbeiten an diesem Tag in Bayern (17 Prozent). Für die Studie namens "WSI-Erwerbspersonenbefragung" wurden zwischen dem 13. November und vierten Dezember rund 6.200 Teilnehmer interviewt. Davon waren 5.800 Personen erwerbstätig.