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19.11.2025
11:48 Uhr
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Im Verteidigungsfall müssten alle Generationen ihren Anteil leisten, fordert die Grünen-Vorsitzende. Ältere Menschen sollten sich in ein Freiwilligenregister eintragen.

In der Debatte um den Wehrdienst hat sich die Bundesvorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, für den Aufbau eines Freiwilligenregisters für ältere Menschen ausgesprochen. In einem solchen Verzeichnis könnten die Menschen eintragen, welche Fähigkeiten sie im Spannungsfall einbringen könnten, sagte Brantner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Darauf können wir dann im Ernstfall zurückgreifen", sagte sie weiter. Wörtlich brachte Brantner verschiedene Tätigkeiten ins Spiel, die im Verteidigungsfall relevant sein könnten. Man werde "auch Menschen brauchen, die Drohnen programmieren und steuern, die Logistik verstehen, die Essen für mehr als 1.000 Menschen kochen können", sagte sie – diese Fähigkeiten seien wichtig und nicht ans Alter gebunden. Alle Generationen müssten im Zweifelsfall einen fairen Anteil zur Landesverteidigung leisten. "Wir brauchen einen neuen Generationenvertrag", sagte Brantner. Die schwarz-rote Bundesregierung hatte sich zuletzt auf ein Modell beim Wehrdienst geeinigt . Demnach sollen ab dem kommenden Jahr alle jungen Männer und Frauen angeschrieben werden, die in diesem Jahr volljährig werden. Männer müssen einen Online-Fragebogen ausfüllen, Frauen ist die Beantwortung freigestellt. Der Wehrdienst bleibt allerdings für alle freiwillig – es sei denn, die Bundeswehr kann ihre Personalvorgaben nicht erfüllen. In dem Fall behält sich der Bundestag vor, per Gesetz über eine "Bedarfswehrpflicht" zu entscheiden.