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20.12.2025
10:54 Uhr
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Wer im Januar 18 wird, erhält bald einen Fragebogen der Bundeswehr zum Wehrdienst. Männer müssen ihn ausfüllen, Frauen dürfen. Was steht drin?

Mitte Januar sollen die ersten Briefe an diejenigen jungen Menschen versendet werden, die bis Anfang Januar 2026 volljährig sein werden. Das teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. Mit einem Fragebogen soll die Bereitschaft für den Dienst in der Bundeswehr abgefragt werden. Ihn auszufüllen, ist für junge Männer verpflichtend. Der Dienst selbst bleibt freiwillig. Am Freitag wurde das neue Wehrdienstgesetz nach dem Bundestag auch vom Bundesrat gebilligt . Frauen, die im nächsten Jahr 18 Jahre alt werden, werden ebenfalls angeschrieben. Sie müssen den Fragebogen aber nicht ausfüllen. Die Schreiben werden den Angaben zufolge auch über andere Freiwilligendienste informieren. Interesse für die Bundeswehr wird in Skala eingetragen Die Briefe werden nach Angaben des Verteidigungsministeriums einen QR-Code enthalten, der zu dem Onlinefragebogen führt. Die Angeschriebenen können die zwölf persönlichen Fragen also mit dem Handy ausfüllen. Den Fragebogen hat die Bundeswehr bereits auf ihre Website gestellt . Binnen eines Monats müssen junge Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008 antworten. Es geht darin etwa um die Schul- und eine etwaige Berufsausbildung, eine Fahrerlaubnis, Sprachkenntnisse sowie um Größe, Gewicht und geschätzten Fitnesslevel. Die Bereitschaft, zur Bundeswehr zu gehen, wird anhand einer Skala abgefragt – von 0 für kein Interesse bis 10 für besonders großes Interesse. Gefragt wird auch, ob es eine bevorzugte Gattung gibt, also etwa Heer, Marine oder Luftwaffe, und wie lang man sich den Dienst für die Bundeswehr vorstellen kann. Ziel des neuen Wehrdienstes ist es, mehr Soldatinnen und Soldaten für die Bundeswehr zu rekrutieren. Der Dienst bleibt zunächst freiwillig, auch wenn die Beantwortung des Bogens verpflichtend ist. Wer nicht antwortet, riskiert ein Bußgeld. Verpflichtend wird für junge Männer künftig auch wieder die Musterung sein. Tausende Schülerinnen und Schüler hatten in mehreren deutschen Städten gegen das Gesetz demonstriert.