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26.11.2025
12:48 Uhr
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In der Generaldebatte ist Friedrich Merz auch auf das Thema Wehrdienst eingegangen. Das neue Wehrdienstgesetz verlange den jungen Menschen etwas ab, sagte Merz.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat mit Blick auf das neue Wehrdienstgesetz mehr Belastungen für die jüngere Generation eingestanden. Er wisse, "dass wir als Bundesregierung auch und gerade den jungen Menschen in diesem Land mit diesem Wehrdienstgesetz etwas abverlangen", sagte er in der Generaldebatte im Bundestag . Gleichzeitig betonte Merz, dass es Frieden und Freiheit "nicht umsonst" gebe und Verteidigung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Junge Menschen in Deutschland seien "in einer besonderen und in einer sehr fordernden Situation", urteilte der Kanzler. Einerseits seien sie "in einen historisch beispiellosen Wohlstand" und eine "historisch beispiellose Welt der Möglichkeiten" hineingeboren worden. Aber gleichzeitig habe sich der geopolitische Horizont verdunkelt. "Neuer Konsens der Generationen" Trotzdem wolle die Bundesregierung dafür sorgen, dass das Land weiterhin "von Generation zu Generation in einem besseren Zustand übergeben" werde, versicherte Merz. "Wir werden einen neuen Konsens der Generationen aushandeln", versprach er. Dies werde auch zu Recht von den jungen Menschen erwartet. Mitte November hatten sich CDU, CSU und SPD nach langen Diskussionen beim Wehrdienst auf ein freiwilliges Modell geeinigt . Demnach sollen zunächst alle jungen Menschen ab 18 Jahren zu Eignung und Motivation befragt werden. Für junge Männer soll die Beantwortung eines Fragebogens verpflichtend sein . Ab 2027 sollen dann alle jungen Männer ab dem Jahrgang 2008 verpflichtend gemustert werden . Sollte das freiwillige Modell nicht ausreichen, soll ein neues Gesetzgebungsverfahren angestoßen werden, um die Wehrpflicht wieder einzuführen. Zugleich sieht der Kompromiss eine Stärkung der Freiwilligendienste um 15.000 weitere Stellen vor.