Zeit 02.12.2025
20:55 Uhr

Washington, D.C.: US-Gericht erhebt nach Angriff auf Nationalgardisten Mordanklage


Ein Gericht in Washington, D.C. hat einen Mordprozess gegen den Mann eröffnet, der zwei Nationalgardisten angriff. Der Tatverdächtige plädiert auf nicht schuldig.

Washington, D.C.: US-Gericht erhebt nach Angriff auf Nationalgardisten Mordanklage
Nach dem Angriff auf zwei Nationalgardisten vergangene Woche ist der Verdächtige wegen Mordes sowie weiterer Straftaten angeklagt worden. Dies verkündete ein Richter in Washington, D.C.. Er ordnete fortgesetzte Untersuchungshaft für Rahmanullah L. bis zur nächsten Gerichtsanhörung Mitte Januar an. Die Staatsanwaltschaft wirft dem mutmaßlichen Schützen Mord an einer Soldatin und versuchten Mord an ihrem Kollegen vor. Der Verdächtige plädierte auf nicht schuldig. Die Tat fand nur wenige Blocks vom Weißen Haus entfernt statt. Eine Soldatin der Nationalgarde wurde dabei getötet, ein weiterer Soldat schwebt nach der Tat noch in Lebensgefahr . Der mutmaßliche Täter selbst nahm an der Verhandlung per Videoschalte aus seinem Krankenhausbett teil. Er wurde bei seiner Festnahme angeschossen und wird aktuell noch behandelt. Die US-amerikanischen Behörden hatten nach dem Angriff von einem gezielten Hinterhalt gesprochen. Über das Motiv des mutmaßlichen Täters ist noch nichts bekannt. Die US-Heimatschutzministerin hatte am Sonntag erklärt, der mutmaßliche Täter habe sich nach seiner Ankunft in den USA im Jahr 2021 radikalisiert, dafür jedoch keine Belege genannt. Es gibt zudem Berichten zufolge Anzeichen psychischer Probleme bei dem Tatverdächtigen. Weitere Verdächtige gibt es laut den Ermittlern nicht. US-Behörden verschärfen Migrationspolitik Der mutmaßliche Täter stammt Polizeiangaben zufolge aus Afghanistan und war 2021 im Rahmen eines Aufnahmeprogramms für afghanische Ortskräfte in die USA gekommen. Trump nutzte den Vorfall auch für eine weitere Verschärfung seiner Asylpolitik. Die Einwanderungsbehörde kündigte auf seine Weisung hin an, die Greencards "aller Ausländer aus allen problematischen Ländern" umfassend zu überprüfen. Eine Greencard erlaubt es ausländischen Staatsangehörigen, sich dauerhaft in den USA aufzuhalten und zu arbeiten. Betroffen von dem Schritt sind neben Afghanen auch Menschen aus 18 weiteren Ländern wie dem Iran, Libyen, Somalia, dem Jemen, Kuba und Venezuela. Von der US-Einwanderungsbehörde hieß es außerdem, sie werde alle Asylentscheidungen aussetzen . Trump drohte mit dem vollständigen Aufnahmestopp aller Menschen aus "Drittweltländern".