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27.11.2025
05:48 Uhr
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Der US-Präsident verurteilt den Angriff auf Soldaten der Nationalgarde als "Akt des Bösen". Der mutmaßliche Täter sei vor vier Jahren aus Afghanistan in die USA gekommen.

US-Präsident Donald Trump hat nach Schüssen auf Nationalgardisten in Washington, D. C. von einem Terrorakt gesprochen. "Dieser abscheuliche Angriff war ein Akt des Bösen, ein Akt des Hasses und ein Akt des Terrors", sagte der Republikaner in einer Ansprache an die Bevölkerung . "Es war ein Verbrechen gegen unsere gesamte Nation. Es war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit", sagte Trump weiter. Der Angriff unterstreiche "die größte Bedrohung für die nationale Sicherheit" der Vereinigten Staaten. Am Mittwochnachmittag (Ortszeit) hatte ein Schütze in der Nähe des Weißen Hauses das Feuer auf zwei Mitglieder der Nationalgarde eröffnet. Die beiden seien in "kritischem Zustand", sagten FBI-Chef Kash Patel und Bürgermeisterin Muriel Bowser bei einer Pressekonferenz. Bowser sprach von einem gezielten Angriff. Beamte der Bundespolizei FBI sowie des Secret Service ermitteln. Details zum Motiv gab es zunächst nicht. Mutmaßlicher Täter soll aus Afghanistan stammen Der mutmaßliche Täter sei nach den bisher vorliegenden Informationen im September 2021 aus Afghanistan gekommen, sagte Trump unter Berufung auf das Heimatschutzministerium. Er nannte Afghanistan in seiner Ansprache ein "Höllenloch auf Erden" und stellte die Behauptung auf, Millionen Menschen seien unter seinem Vorgänger Joe Biden aus aller Welt ungeprüft in die USA gekommen. Trump kündigte an, alle Personen, die während Bidens Amtszeit aus Afghanistan eingereist seien, erneut überprüfen zu lassen. Zudem werde er "alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass alle Ausländer aus allen Ländern abgeschoben werden, die nicht hierhergehören oder unserem Land keinen Nutzen bringen". Die US-Behörde für Staatsbürgerschaft und Einwanderung (USCIS) teilte mit, die Bearbeitung sämtlicher Einwanderungsanträge im Zusammenhang mit afghanischen Staatsangehörigen auf unbestimmte Zeit einzustellen. Mutmaßlicher Täter bekam Asyl Der Verdächtige, dessen Alter mit 29 Jahren angegeben wurde, war nach Angaben von Regierungsvertretern im Rahmen der Operation Allies Welcome in die USA gekommen. Das Programm diente zur Aufnahme afghanischer Ortskräfte nach dem US-Abzug aus Afghanistan. Er habe im April dieses Jahres Asyl erhalten und keine Vorstrafen gehabt, hieß es. Zuvor hatte Trump als Reaktion auf den Angriff das Verteidigungsministerium angewiesen, rund 500 weitere Soldatinnen und Soldaten der Nationalgarde in die Hauptstadt zu schicken. Bei dem Angriff auf die Nationalgardisten handelte es sich nach Polizeiangaben um einen gezielten Hinterhalt. Ein Vertreter der Washingtoner Polizei sagte, der Schütze sei in der Nähe der U-Bahn-Haltestelle Farragut West um eine Ecke gekommen und habe sofort auf die beiden Nationalgardisten gefeuert. Weitere Mitglieder der Nationalgarde hätten die Schüsse gehört, eingegriffen und den Verdächtigen überwältigt, nachdem dieser zu Boden gegangen sei. Die Polizei sei wenige Augenblicke später eingetroffen. Die Ermittlungen laufen.