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19.02.2026
16:28 Uhr
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Der US-Präsident hat ein Gremium erschaffen, das er als Konkurrenz zu den UN versteht. In Washington kommt es erstmals zusammen. Im Mittelpunkt steht der Gazastreifen.

In Washington, D. C. hat die erste Sitzung des sogenannten "Friedensrats" unter Vorsitz von US-Präsident Donald Trump begonnen. Das Wort Frieden sei einfach auszusprechen, sagte Trump in seiner Eröffnungsansprache. Doch Frieden sei schwer zu erreichen. Im Mittelpunkt des ersten Treffens steht der US-Regierung zufolge der Gazastreifen. Trump erwartet bei dem Treffen Hilfszusagen im Umfang von fünf Milliarden Dollar (mehr als vier Milliarden Euro) für den Küstenstreifen. Zudem rechnet der US-Präsident mit "Tausenden Einsatzkräften" für die geplante internationale Truppe, die den Gazastreifen stabilisieren soll. Deutschland ist kein Mitglied des "Friedensrats", nimmt laut dem Auswärtigen Amt jedoch auf Beamtenebene als Beobachter teil. Vor Beginn der ersten Sitzung forderte Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) konkrete Hilfen für die Menschen im Gazastreifen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte verfassungsrechtliche Bedenken gegen eine Mitgliedschaft in dem Gremium geäußert, das Trump als Konkurrenz zu den Vereinten Nationen versteht. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.