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23.11.2025
10:37 Uhr
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Die US-Luftfahrtbehörde hatte vor Gefahren im venezolanischen Luftraum gewarnt. Nun haben Airlines wie Iberia, Latam und Avianca ihre Flüge ausgesetzt.

Nach einer Warnung der US-Luftfahrtbehörde FAA haben sechs Fluggesellschaften ihre Flüge nach Venezuela gestrichen. Die spanische Airline Iberia, die portugiesische Fluggesellschaft TAP, die chilenische Latam, die kolumbianische Avianca, die brasilianische Fluggesellschaft GOL und die Caribbean aus Trinidad und Tobago hätten ihre Flüge am Samstag ausgesetzt, teilte die Präsidentin des venezolanischen Luftfahrtverbands Alav, Marisela de Loaiza, mit. Sie machte keine Angaben dazu, wie lange diese Maßnahmen gelten. Die US-Luftfahrtbehörde hatte am Freitag vor dem Hintergrund der verstärkten US-Militärpräsenz in der Karibik vor Gefahren im venezolanischen Luftraum gewarnt . Flugzeuge, die das Gebiet durchquerten, sollten "Vorsicht walten lassen", hieß es. Als Grund nannte die Behörde die "sich verschlechternde Sicherheitslage und die verstärkten militärischen Aktivitäten in oder um Venezuela". Die USA hatten in den vergangenen Wochen mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Karibik entsandt – nach eigenen Angaben, um den Drogenhandel zu bekämpfen. Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Mehr als 60 Menschen sollen dabei bereits getötet worden sein, die US-Regierung spricht von schmuggelnden "Terroristen". Beweise für Verbindungen der betroffenen Schiffe zum Drogenhandel hat die US-Regierung jedoch bislang nicht vorgelegt. Kritiker bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und als Verstoß gegen das Völkerrecht.