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26.02.2026
09:53 Uhr
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Fast überall in Deutschland werden am Freitag und Samstag Busse und Bahnen ausfallen. Was Sie zum Ver.di-Streik im Nahverkehr wissen müssen.

Wegen stockender Tarifverhandlungen ruft die Gewerkschaft Ver.di Beschäftigte kommunaler Nahverkehrsunternehmen bundesweit zum Streik auf . Es ist davon auszugehen, dass am Freitag und am Samstag fast überall in Deutschland Busse und Bahnen des Nahverkehrs ausfallen. Bereits am 2. Februar hatte Ver.di den ÖPNV bestreikt und nahezu komplett zum Erliegen gebracht . Alles Wichtige zum Warnstreik im Überblick Wo wird gestreikt? Die Nahverkehrsbetriebe in fast allen Bundesländern sind vom Streik betroffen. Sicher nicht gestreikt wird lediglich in Niedersachsen, wo noch bis Ende März eine sogenannte Friedenspflicht gilt, die Streiks ausschließt. In Baden-Württemberg und bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein entscheidet sich erst am Donnerstag, ob ebenfalls gestreikt wird. Was fährt trotzdem? Die Deutsche Bahn wird nicht bestreikt, S-Bahnen, Fern- und Regionalverkehr fahren also regulär. Der Streik dürfte hier aber zu volleren Zügen führen. Wo dauert der Streik wie lange? Grundsätzlich gilt der Streikaufruf vom Betriebsstart am Freitag bis zum Betriebsschluss am Samstag, also für zwei volle Tage. Regional gibt es aber Abweichungen. In Bremen und Magdeburg etwa wird auch am Sonntag noch gestreikt. In Dresden und Offenbach etwa soll dagegen nur am Freitag gestreikt werden. Auch in Kaiserslautern wird am Samstag mit Rücksicht auf ein Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern nicht mehr gestreikt. Worum geht es bei den Tarifverhandlungen? Die Gewerkschaft fordert bei den seit November laufenden Verhandlungen bessere Arbeitsbedingungen, etwa eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn geht es bei den Verhandlungen auch um höhere Löhne und Gehälter. "Die Verhandlungen kommen insgesamt kaum voran, obwohl es in einzelnen Bereichen schon vier Runden gab", sagte die stellvertretende Ver.di-Vorsitzende Christine Behle. Das sei "mehr als enttäuschend". Die Belastungen im Fahrdienst seien viel zu hoch, es brauche dringend Entlastung. Mit Material der Nachrichtenagentur dpa