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25.02.2026
17:47 Uhr
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Die Vorbereitungen für die Fußball-WM geraten infolge der teilweisen Haushaltssperre in den USA ins Stocken. Die Gastgeberstädte befürchten gravierende Folgen.

US-Behörden warnen vor gravierenden Sicherheitsrisiken bei der Fußball-WM 2026 infolge der teilweisen Haushaltssperre. Die elf amerikanischen Gastgeberstädte warten bislang vergeblich auf die zugesagten rund 900 Millionen Dollar an Bundesmitteln, wie lokale Verantwortliche bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus mitteilten. Miami benötige bis Ende März 70 Millionen Dollar, sagte Ray Martinez vom WM-Organisationskomitee der Stadt, wie der Sender BBC berichtete. Andernfalls müssten Rahmenveranstaltungen wie das Fan-Festival abgesagt werden. Er warnte vor "katastrophalen" Folgen für die Planungen. Der stellvertretende Polizeichef von Kansas City, Joseph Mabin, warnte davor, dass es infolge der ausbleibenden Gelder nicht genügend Personal geben könnte, um während der Endrunde für Sicherheit zu sorgen. Boston, wo unter anderem England und Frankreich Vorrundenspiele bestreiten und zwei K.-o.-Spiele stattfinden sollen, soll wegen der Probleme bereits mit einem Rückzug gedroht haben. Angesichts der Teil- Haushaltssperre hatte die Behörde für Katastrophenschutz (Fema) am Sonntag angekündigt, ihre Aktivitäten auf ein Minimum zu beschränken. Davon betroffen sind auch die Gelder für die WM-Gastgeberstädte. Schutz vor Terroranschlägen und Drohnen Im Rahmen der Big Beautiful Bill hatte die Fema im November 625 Millionen Dollar für Sicherheitsmaßnahmen zugesagt, um Spieler, Besucher und kritische Infrastruktur vor möglichen Terroranschlägen zu schützen. Im Dezember kündigte die Behörde weitere 250 Millionen Dollar an, unter anderem zur Abwehr von Drohnen. Die WM findet vom 11. Juni bis 19. Juli statt. Die US-Gastgeberstädte sind Atlanta, Boston, Dallas, Houston, Los Angeles, Kansas City, Miami, New York/New Jersey, Philadelphia, San Francisco und Seattle. In Mexiko kommen drei, in Kanada zwei weitere Standorte hinzu. Das Heimatschutzministerium, dem die Fema untersteht, bekommt seit elf Tagen kein Geld mehr. Demokraten und Republikaner konnten sich bislang nicht auf das Budget für das Ministerium einigen . Hintergrund sind die umstrittenen Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE, die dem Ministerium untersteht. Die Finanzierung der anderen US-Ministerien und Bundesbehörden ist dagegen inzwischen gesichert. Zuvor hatten bereits zwei Mal in Trumps zweiter Amtszeit größere Teile der US-Regierungsgeschäfte stillgestanden. Das Land schlitterte in den Shutdown-Modus, weil sich beide Parteien nicht auf einen Haushalt einigen konnten.