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11.02.2026
06:01 Uhr
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Vorwürfe der Vetternwirtschaft setzen die AfD unter Druck. Wie gefährlich sind diese für die Partei? Und: Benjamin Netanjahu und Donald Trump sprechen über den Iran.

Die Zahl der bekannt gewordenen Fälle von Vetternwirtschaft bei AfD-Abgeordneten aus Sachsen-Anhalt nimmt weiter zu und sorgt parteiintern wie extern für Unruhe. Recherchen zeigen, dass Parlamentarier auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene Verwandte von Parteikollegen beschäftigen, was rechtlich zulässig, politisch aber umstritten ist. Selbst AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla distanzierte sich öffentlich: Zwar seien die Anstellungen "nicht rechtswidrig", sie hätten jedoch "ein Geschmäckle" . Deutlich schärfer äußerte sich der Thüringer Landeschef Björn Höcke , der vor einem möglichen Scheitern der Partei durch eigenes Fehlverhalten warnte. Die AfD führt in Sachsen-Anhalt seit Monaten deutlich in den Umfragen und könnte erstmals den Ministerpräsidenten in einem deutschen Bundesland stellen. Im Fokus steht Spitzenkandidat Ulrich Siegmund , der die Praxis verteidigt und auf Vertrauen sowie Sicherheitsbedenken bei der Personalauswahl verweist. Ob die Affäre der AfD im Wahlkampf schadet und wie der Bundesvorstand reagiert, analysiert Tilman Steffen , Redakteur im Politikressort der ZEIT. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu reist nach Washington, D. C., um mit US-Präsident Donald Trump über die laufenden Gespräche mit dem Iran zu beraten. Benjamin Netanjahu kündigte vor seiner Reise an, Donald Trump die israelische Sicht auf die Iran-Gespräche darzulegen . In Israel wächst die Sorge, Trump könne sich auf einen diplomatischen Kurs einlassen, der aus israelischer Perspektive das iranische Atom- und Raketenprogramm nicht ausreichend begrenzt. Zuvor hatten die USA und der Iran erstmals seit Monaten indirekte Gespräche im Oman geführt. Donald Trump bewertete diese Gespräche als positiv und Irans Außenminister signalisierte Bereitschaft zu einem raschen Abschluss eines Atomabkommens. Die diplomatischen Bemühungen erfolgen vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen in der Region. Die USA hatten im vergangenen Jahr iranische Atomanlagen bombardiert und ihre militärische Präsenz im Nahen Osten zuletzt weiter ausgebaut. Welche möglichen Interessenkonflikte sich daraus zwischen Israel und den USA ergeben, ordnet ZEIT-Redakteurin Lea Frehse ein. Und sonst so? Shea-Butter Hype um Ghana Moderation und Produktion: Roland Jodin Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Sophia Boddenberg , Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier . Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de .