|
03.02.2026
09:15 Uhr
|
"Die Überschrift hätte eine andere sein sollen": Gitta Connemann distanziert sich von dem Wort "Lifestyle-Teilzeit". Es stand in einem umstrittenen CDU-Parteitagsantrag.

Die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, Gitta Connemann, bedauert die Wortwahl eines Antrags zum CDU -Parteitag mit dem Titel Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit . "Die Überschrift unseres Antrags hätte besser eine andere sein sollen, weil dieses Wort eine echte Auseinandersetzung mit dem Thema Teilzeit ganz offensichtlich erschwert hat. Und das bedaure ich", sagte die CDU-Politikerin dem Tagesspiegel . Zugleich sagte Connemann: "Ich wünsche mir, dass wir jenseits ritueller Empörung wieder lernen, ernsthaft über Reformvorschläge zu diskutieren." Der Antrag zu einer Reform des Teilzeitanspruchs war für den CDU-Parteitag gedacht, der am 20. und 21. Februar in Stuttgart stattfindet. Darin fordert die Mittelstandsunion wegen des Fachpersonalmangels eine Reform: Der Rechtsanspruch auf Teilzeit solle künftig "nur bei Vorliegen einer besonderen Begründung gelten". Das könnten Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder Weiterbildungen sein. Alles andere müsse ausgehandelt werden. Antrag wurde überarbeitet Die Wortwahl des Antrags hatte auch innerparteilich für Unmut gesorgt . "Dem Politikverständnis der CDU ist es völlig fremd, den Menschen sagen zu wollen, wie sie ihr Leben zu führen haben", sagte Kanzleramtschef Thorsten Frei dem Tagesspiegel . CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte in der Rheinischen Post bereits vergangene Woche kritisiert: "Der Antrag und seine verunglückte Wortwahl gehen am Kern der Debatte vorbei." Auch aus der SPD und den Gewerkschaften kam viel Kritik. Der Antrag wurde am vergangenen Wochenende laut Medienberichten noch einmal überarbeitet. Auf den Begriff Lifestyle soll nun verzichtet werden. Dem Tagesspiegel zufolge wurde die neue Version zusammen mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und Karin Prien, der Bundesfamilienministerin und stellvertretenden Parteichefin (beide CDU), erarbeitet. Connemann entschuldigte sich in der Sitzung demnach für die Wortwahl, verteidigte den Antrag aber inhaltlich.