Zeit 05.12.2025
15:18 Uhr

Verteidigungsministerium: Mehr freiwillige Wehrdienstleistende als im vergangenen Jahr


Fast 12.300 Freiwillige leisten aktuell Wehrdienst – 16 Prozent mehr als 2024. Das Verteidigungsministerium wertet dies als Beleg, junge Menschen erreicht zu haben.

Verteidigungsministerium: Mehr freiwillige Wehrdienstleistende als im vergangenen Jahr
Die Zahl der freiwilligen Wehrdienstleistenden ist im Vergleich zum vergangenen Jahr gestiegen. Zum Stichtag am 30. November zählte dieser Bereich der Bundeswehr 12.286 Menschen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Das sind rund 16 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Das Ministerium wertet dies als Beleg dafür, "dass wir die jungen Menschen erreichen und die Angebote und Maßnahmen der Personalgewinnung greifen". Mit dem im Bundestag beschlossenen neuen Wehrdienst werde die Bundeswehr auch künftig als attraktive Arbeitgeberin auf dem Arbeitsmarkt auftreten, hieß es. Das Wehrdienstmodernisierungsgesetz sieht vor , dass ab kommendem Jahr alle 18-Jährigen ab dem Jahrgang 2008 ein Informationsschreiben von der Bundeswehr erhalten. Männer müssen einen Fragebogen ausfüllen, der unter anderem ihr Interesse an der Bundeswehr abfragt. Für Frauen ist dies freiwillig. Auch die Musterung wird für 18-jährige Männer wieder Pflicht. Um viele Freiwillige für einen Wehrdienst zu gewinnen, sieht das Gesetz Anreize wie eine monatliche Vergütung von rund 2.600 Euro brutto vor. Zudem soll es einen Zuschuss zum Führerschein geben. Sollten sich nicht genug Freiwillige melden, kann der Bundestag eine sogenannte Bedarfswehrpflicht anordnen, die in einem zusätzlichen Gesetz geregelt werden müsste. Gesamtzahl an Soldaten zuletzt gestiegen Die Gesamtzahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten in den vergangenen zwölf Monaten stieg laut dem Verteidigungsministerium um mehr als 2.750 auf etwa 184.330. Zielmarke ist laut dem neuen Gesetz, kommendes Jahr zwischen 186.000 und 190.000 Aktive zu haben. Bis 2035 soll diese Zahl auf 255.000 bis 270.000 steigen. Dazu sollen mindestens 200.000 Reservisten bis 2033 kommen. Sie sollen vor allem über die Freiwilligen gewonnen werden, die kurzzeitig dienen. Sie müssen zwischen sechs und elf Monate bei der Bundeswehr sein, was für den Heimatschutz und Wachaufgaben ausreicht. Die aktive Truppe ist direkt kampfbereit und muss länger ausgebildet werden.