Zeit 04.02.2026
12:11 Uhr

Verstorbene Ex-Bundestagspräsidentin: Staatsakt für Rita Süssmuth findet am 24. Februar statt


Der Bundestag ehrt die CDU-Politikerin Rita Süssmuth mit einem Trauerstaatsakt. Neben Friedrich Merz und Julia Klöckner spricht auf Süssmuths Wunsch auch ein Journalist.

Verstorbene Ex-Bundestagspräsidentin: Staatsakt für Rita Süssmuth findet am 24. Februar statt
Die verstorbene CDU-Politikerin und frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth wird am 24. Februar mit einem Staatsakt geehrt. Die Trauerzeremonie beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Sankt-Hedwigs-Kathedrale in Berlin, teilte der Bundestag mit. Im Anschluss folgt der eigentliche Staatsakt im Plenarsaal des Bundestags. Auf Wunsch von Süssmuth wird bei dem Staatsakt neben Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner der Journalist Heribert Prantl sprechen. Die Veranstaltung werde im Beisein der Familie, aller Verfassungsorgane sowie von Weggefährtinnen und Weggefährten und weiteren geladenen Gästen stattfinden. Süssmuth war am Sonntag im Alter von 88 Jahren gestorben . Im Juni 2024 hatte sie eine Brustkrebserkrankung öffentlich gemacht. Süssmuth wurde 1937 in Wuppertal geboren. 1981 trat sie in die CDU ein und wurde unter dem damaligen Kanzler Helmut Kohl 1985 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit. Ein Jahr später wurde ihr zusätzlich das Ressort Frauen zugesprochen. So wurde sie Deutschlands erste Bundesfrauenministerin. Von 1988 bis 1998 war sie als zweite Frau nach Annemarie Renger (SPD) Bundestagspräsidentin. "Herausragende politische und gesellschaftliche Lebensleistung" Klöckner sagte, Süssmuth sei eine der "prägendsten Politikerinnen und Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegsgeschichte" gewesen. "Mit dem Staatsakt wollen wir nun ihre herausragende politische und gesellschaftliche Lebensleistung würdigen und ihr ein bleibendes Andenken setzen", sagte sie. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte den Staatsakt für Süssmuth am Montag angeordnet. Damit werden Personen des öffentlichen Lebens gewürdigt, die sich in besonderer Weise verdient gemacht haben. Der letzte Trauerstaatsakt in Berlin fand im vergangenen Februar für den früheren Bundespräsidenten Horst Köhler statt.