Zeit 25.02.2026
10:24 Uhr

Verkehrssicherheit: Zahl der Verkehrstoten erneut leicht gestiegen


Im vergangenen Jahr sind mehr Verkehrsteilnehmer gestorben als 2024. Die Zahl der Schwerverletzten fiel auf den tiefsten Stand seit Erhebungsbeginn.

Verkehrssicherheit: Zahl der Verkehrstoten erneut leicht gestiegen
Die Zahl der Toten auf deutschen Straßen ist im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Insgesamt starben bei Unfällen im Straßenverkehr im Jahr 2025 2.814 Menschen und damit 44 mehr als im vorherigen Jahr. Die Zahl der Verletzten sei mit rund 366.000 in etwa gleich geblieben, teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Zahl der Schwerverletzten sei jedoch um vier Prozent auf etwa 48.400 zurückgegangen. Das sei der niedrigste Wert seit Erhebungsbeginn 1991. Insgesamt registrierte ‌die Polizei im Jahr 2025 gut 2,5 ‌Millionen Unfälle, was ungefähr dem Vorjahresniveau entspricht. Bei 2,2 Millionen ​ davon blieb es bei Sachschäden. Der TÜV-Verband sieht in den gestiegenen Totenzahlen ein Warnsignal. "Deutschland ​tritt bei der Verkehrssicherheit auf der Stelle und macht ⁠aktuell sogar Rückschritte", teilte der Verband mit. "Die Vision Zero, also eine Mobilität mit null Verkehrstoten, ist keine Utopie, sondern eine Frage konsequenter Umsetzung", sagte die TÜV-Expertin Fani Zaneta. Sie verwies auf das Verkehrssicherheitsprogramm 2021 bis 2030, in dem sich Deutschland vorgenommen habe, die Zahl der Toten im Straßenverkehr um 40 Prozent zu senken. Dies würde 1.540 weniger Getöteten im Jahr entsprechen. Zaneta kritisierte die bisherigen Maßnahmen als unzureichend. Man müsse an der Infrastruktur, Regelüberwachung, am Tempomanagement sowie an der ​schnellen Verbreitung wirksamer Fahrzeugsicherheitsfunktionen arbeiten, sagte sie. Deutliche regionale Unterschiede Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland war über Jahrzehnte tendenziell gesunken. Nach dem Ende der Coronapandemie gab es jedoch in drei von vier Jahren wieder einen Anstieg. Detailliertere Ergebnisse für den Zeitraum von Januar bis November 2025 zeigen, dass es bei fast allen Verkehrsarten mehr Tote ‌gab. So starben vier Prozent mehr Menschen, die mit einem Auto oder ​einem Fahrrad unterwegs waren. Besonders stark fiel der Anstieg bei den Nutzerinnen und ⁠Nutzern von Krafträdern ​mit Versicherungskennzeichen aus, wie zum Beispiel Mofas mit plus 28 Prozent und E-Scootern mit plus 25 ‌Prozent. Dagegen verunglückten weniger Fahrer von Motorrädern und Motorrollern tödlich. Hier sank die Zahl der Toten um acht Prozent. Auch regional gab es deutliche ‌Unterschiede. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg lag der Durchschnitt bei mehr als 50 Verkehrstoten pro Million Einwohner. Der Bundesdurchschnitt betrug 34. Deutlich darunter lagen Berlin mit zehn und Hamburg mit elf sowie Nordrhein-Westfalen mit 26 Toten pro Million Einwohner.