Zeit 26.11.2025
07:50 Uhr

Vereinte Nationen: Suche nach Nachfolger für UN-Generalsektretär António Guterres startet


Zum 1. Januar 2027 soll das Amt des UN-Generalsekretärs neu besetzt werden. Die UN-Staaten wurden nun explizit dazu aufgerufen, Frauen zu nominieren.

Vereinte Nationen: Suche nach Nachfolger für UN-Generalsektretär António Guterres startet
Die Suche nach der Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres hat mit dem Appell begonnen, verstärkt Frauen zu nominieren. In einem Schreiben des 15-köpfigen Sicherheitsrats und des Präsidenten der 193 Mitglieder zählenden Generalversammlung werden die UN-Staaten aufgerufen, Kandidaten für das Amt vorzuschlagen. Der Posten wird zum 1. Januar 2027 neu besetzt. In dem Schreiben heißt es, dass "mit Bedauern zur Kenntnis genommen wird, dass noch nie eine Frau das Amt des Generalsekretärs innegehabt hat". Die Mitgliedstaaten würden daher "nachdrücklich ermutigt", Frauen zu nominieren. Als Kandidaten bekannt sind bislang die ehemalige chilenische Präsidentin Michelle Bachelet, die frühere Vizepräsidentin von Costa Rica, Rebeca Grynspan, und der argentinische Diplomat Rafael Grossi, Chef der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA). Künftiger Generalsekretär sollte aus Lateinamerika stammen Das Amt rotiert traditionell zwischen den Weltregionen. Als Nächstes wäre Lateinamerika an der Reihe. Von dort stammen alle drei bisher genannten Kandidaten. Mit weiteren Bewerbern wird gerechnet. Die Nominierung muss durch einen Mitgliedsstaat erfolgen. Im Laufe des kommenden Jahres wird der UN-Sicherheitsrat der Generalversammlung nach mehreren geheimen Probeabstimmungen formell einen Kandidaten für den zehnten Generalsekretär zur Wahl vorschlagen. Die fünf ständigen Ratsmitglieder mit Vetorecht – die USA, Russland, Großbritannien, China und Frankreich – müssen letztlich einem Bewerber zustimmen. Der UN-Generalsekretär ist aktuell für mehr als 30.000 zivile Mitarbeiter und elf Friedenseinsätze mit etwa 60.000 Soldaten und Polizisten zuständig. Das jährliche UN-Kernbudget beträgt 3,7 Milliarden Dollar, das für die Friedenssicherung 5,6 Milliarden Dollar.