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12.12.2025
19:16 Uhr
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In einem Brief fordert Spanien von der EU-Kommission, das Verbrenner-Aus nicht zu kippen. Am Montag wird die Kommission einen entsprechenden Vorschlag offenbar vorlegen.

Die spanische Regierung hat von der EU-Kommission ein Festhalten am Verbrenner-Aus gefordert. "Jede weitere Lockerung würde das Risiko einer erheblichen Verzögerung der Modernisierungsinvestitionen mit sich bringen, verbunden mit einem vorübergehenden Rückgang der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen", heißt es in einem Brief von Ministerpräsident Pedro Sánchez an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Dies würde sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobil- und Zulieferindustrie auswirken. "Wir lehnen es daher ab, dass Verbrennungsfahrzeuge oder andere Technologien ohne nachgewiesene Zukunftsfähigkeit über das Jahr 2035 hinaus weiter vermarktet werden dürfen", schrieb Sánchez. Der Brief ist auf Donnerstag datiert. Die EU-Kommission will nach eigenen Angaben am kommenden Dienstag einen Vorschlag für eine Überarbeitung der CO₂-Flottengrenzwertregelungen vorlegen. Gemäß der derzeitigen Regelung sinken die zulässigen durchschnittlichen CO₂-Emissionen der Neuwagenflotten der Autobauer bis 2035 auf null. Da Autos mit Verbrennermotor nach derzeitigem Stand der Technik immer CO₂ ausstoßen, müssten die Hersteller Strafen zahlen, wenn sie weiter Verbrenner verkaufen. Bundesregierung fordert Lockerung Die Bundesregierung und eine Reihe weiterer Staaten, darunter Italien, Polen und Ungarn, fordern deshalb eine Lockerung der Vorgaben. Einen entsprechenden Brief hatte Bundeskanzler Friedrich Merz zuvor an von der Leyen geschickt . Nach Darstellung des Chefs der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber (CSU), will die EU-Kommission dieser Forderung nun auch nachkommen. Offiziell bestätigte die Behörde dies jedoch noch nicht . Einer Sprecherin zufolge hat sich die Kommission noch nicht endgültig auf neue Vorgaben geeinigt. Die Gespräche zum Thema würden weiterhin geführt, sagte eine Kommissionssprecherin in Brüssel . Ziel sei es, am Montag im Kreis aller EU-Kommissare über den finalen Vorschlag abzustimmen, der dann am Dienstag in Straßburg vorgestellt werden soll. "Gerade heute trifft sich die Präsidentin beispielsweise auch mit Vertretern der Grünen Partei, und sie führen Gespräche", sagte die Sprecherin. Manche entscheiden sich im Anschluss an interne Gespräche dazu, darüber öffentlich zu sprechen, "andere tun dies nicht", sagte sie in Bezug auf Manfred Weber. Für die Kommission könne sie lediglich sagen, "dass die Gespräche noch andauern".