Zeit 28.01.2026
13:32 Uhr

Verbindung zweier Autobahnen: Bau von Riederwaldtunnel beginnt


Verbindung zweier Autobahnen: Bau von Riederwaldtunnel beginnt
Im Osten Frankfurts beginnen in diesen Tagen die Hauptarbeiten für den Bau des umstrittenen Riederwaldtunnels. Das milliardenteure Großprojekt soll die A66 und A661 im Osten der Stadt verbinden. 1,5 Milliarden Euro sind bisher veranschlagt. Zwischen den beiden Autobahnen fehlt ein Abschnitt von 2,2 Kilometern. Der Tunnel soll 1,1 Kilometer davon abdecken, er soll unter dem Stadtteil Riederwald entlangführen. Bisher zwängt sich der Verkehr oberirdisch durch die Straßen. Fertigstellung verzögert sich Die Fertigstellung war bisherigen Angaben zufolge für das Jahr 2033 geplant - dies wird sich nach Angaben von Projektleiter Matthias Achauer allerdings nach hinten verschieben. Grund seien unter anderem Verzögerungen bei der Finanzierung sowie den vorbereitenden Arbeiten. Der Lückenschluss befindet sich seit Jahrzehnten in der Planung. Das erste Planfeststellungsverfahren begann im Jahr 1989. Der Tunnel ist nach Angaben der Autobahn GmbH das größte innerstädtische Bauprojekt in Hessen. Entlastung oder mehr Verkehr? Befürworter des Bauvorhabens nennen die Entlastung der Anwohner und Anwohnerinnen als ein Argument. Gegner befürchten dagegen, dass mit dem Lückenschluss noch mehr Autoverkehr in die Stadt gelockt wird. Auch kritisieren sie die Eingriffe in die Natur. Rodungen von Bäumen waren zuletzt mit einer Ausnahmegenehmigung des hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums erlaubt worden. Dagegen ist beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel (VGH) noch eine Klage anhängig. Wann darüber entschieden wird, sei nicht klar, teilt eine VGH-Sprecherin mit. Der zuständige Senat sei um eine zeitnahe Entscheidung bemüht. Klage wegen geschützten Heldbockkäfers Geklagt haben die Bürgerinitiative für den Erhalt der Grünen Lunge am Günthersburgpark (BIEGL) und das Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn (AUA). Ihnen geht es um Bäume, auf denen der geschützte Heldbockkäfer lebt. Sie stehen inmitten der geplanten Trasse der A66. Noch stehen diese Bäume - und die Initiativen fordern, sie mindestens nicht zu roden, bis über die Klage abschließend entschieden ist. Zudem solle das Vorkommen des Käfers umfangreich untersucht werden. Gebaut wird nun zunächst in einem anderen Abschnitt, am künftigen westlichen Eingang des Tunnels. Dort soll die A66 in die A661 übergehen. © dpa-infocom, dpa:260128-930-606171/2