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04.02.2026
11:53 Uhr
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In Deutschland sind im Jahr 2025 mehr Elektroautos und Plug-in-Hybride produziert worden als je zuvor. Weltweit ist das Land der zweitgrößte Produktionsstandort.

Die Produktion von Elektroautos in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Die Fertigung der reinen Batterie-Pkw (BEV) stieg um 15 Prozent auf 1,22 Millionen Fahrzeuge, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte. Noch stärker legten Plug-in-Hybride (PHEV) zu, die Verbrennungsmotor und elektrischen Antrieb vereinen. Die Autohersteller produzierten mit rund 450.000 PHEV 54 Prozent mehr als im Vorjahr. Zusammen waren es 1,67 Millionen Fahrzeuge mit elektrifiziertem Antrieb, die von den Bändern der Hersteller in Deutschland rollten, ein Wachstum von 23 Prozent. Deutschland war damit erneut der zweitwichtigste Produktionsstandort für E-Autos weltweit, hinter China (16,1 Millionen) und vor den USA (1,04 Millionen). VDA fordert Verbesserungen bei Stromnetzausbau "Die inländische Produktion von E-Autos liegt auf Rekordniveau, das zeigt eindrucksvoll und deutlich: Die deutsche Autoindustrie geht bei der E-Mobilität und klimaneutraler Mobilität entschlossen voran", sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Damit die neue Kaufprämie fruchte, müsse die Politik die Rahmenbedingungen mit Blick auf Ladeinfrastruktur, Stromnetzausbau und Strompreise verbessern. Für das laufende Jahr rechnet der VDA mit einem weiteren Zuwachs um sechs Prozent. Auch auf Drängen der deutschen Autoindustrie will die Europäische Union das für 2035 angestrebte Verbrenner-Aus lockern – der VDA hatte den Vorschlag der EU-Kommission als unzureichend kritisiert. Die gesamte Inlandsproduktion von Pkw stieg 2025 nach VDA-Daten nur um zwei Prozent auf 4,15 Millionen Einheiten, weil die Zahl neuer Autos mit Verbrennungsmotor um neun Prozent auf 2,48 Millionen sank. Der E-Auto-Anteil erreichte so einen neuen Höchstwert von 40 Prozent (BEV: 29 Prozent). Da es mit Benzin- und Dieselautos weiter abwärtsgeht, prognostiziert der Verband einen Rückgang der Produktion 2026 um ein Prozent. Im Januar sank, auch wegen eines Arbeitstages weniger als im Vorjahresmonat, die Fertigung um neun Prozent.