Zeit 24.11.2025
11:59 Uhr

Unfallgefahr: Behörden warnen nach Wintereinbruch vor extremem Glatteis


Für die Regionen Stuttgart und Tübingen gilt eine amtliche Unwetterwarnung. Im gesamten Land kam es zu Glatteisunfällen – in Bayern starben mindestens drei Menschen.

Unfallgefahr: Behörden warnen nach Wintereinbruch vor extremem Glatteis
Ein Wintereinbruch hat in Teilen Deutschlands für rutschige Straßen und teils gefährliche Glätte gesorgt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für diesen Montag vor weiterem Schneefall, gefrierendem Regen und anhaltenden Verkehrsbehinderungen, besonders im Süden und Südosten. Für die Regionen Stuttgart und Tübingen galt in den frühen Morgenstunden eine amtliche Unwetterwarnung vor extremem Glatteis . Auch in Bayern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg kam es zu rutschigen Straßen, einzelnen Unfällen und Behinderungen. Polizeisprecher in Bayern und in Niedersachsen sprachen von der ersten richtigen Schneenacht dieses Winters. Zahlreiche Unfälle mit Toten und Verletzten Der Wintereinbruch sorgte in mehreren Regionen für Probleme auf den Straßen, auch durch glatte Autobahnen. Bei einem Unfall auf der Autobahn 93 nahe Maxhütte-Haidhof in der Oberpfalz in Bayern wurden mindestens drei Menschen getötet. Außerdem wurden laut Polizei zwei Menschen lebensgefährlich und mehrere Menschen leicht bis mittelschwer verletzt. Bisherigen Polizeierkenntnissen zufolge waren zwei Lastwagen und ein Auto in den Unfall auf glatter Fahrbahn am frühen Morgen verwickelt. Auch ein Unfall auf der glatten Autobahn 81 bei Geisingen in Baden-Württemberg hatte tödliche Folgen. Ein Mann starb. Welche Rolle Glatteis bei dem Unfall gespielt hatte, war einem Polizeisprecher zufolge zunächst unklar. Vor allem im Nordwesten Deutschlands kam es durch den Schnee nach Angaben von Polizeidienststellen zu zahlreichen Glätteunfällen. Im Bereich zwischen Cuxhaven, Jever und Diepholz gab es 42 Unfälle aufgrund von Glätte, wie die zuständige Polizeidirektion Oldenburg mitteilte. Dabei seien aber keine schwer verletzten Personen zu beklagen gewesen. In Schleswig-Holstein führte Glatteis zu Chaos auf der A7. Auf der A9 rutschten in Mittelfranken und bei Schnaittach Lastwagen von der Fahrbahn, was teils kurze Sperrungen auslöste. In Mittelhessen wurden in der Nacht neun Menschen bei Dutzenden Unfällen durch Glätte und Schnee verletzt. Insgesamt habe es im Gebiet der Polizei Mittelhessen zwischen Sonntagabend und Montagmorgen 38 Glätte-Unfälle gegeben, sagte eine Polizeisprecherin. Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen Am Flughafen Köln/Bonn musste der Flugbetrieb wegen Blitzeises für 45 Minuten pausieren. In Würzburg stellte der Nahverkehr den gesamten Busbetrieb für die Nacht ein; die Straßenbahnen fuhren weiter. Die Hamburger S-Bahn fuhr aufgrund des Winterwetters am Morgen in niedriger Taktung, wie die Deutsche Bahn auf ihrer Website mitteilte. Am Montag soll das Wetter deutschlandweit unbeständig und nasskalt bleiben. Im Osten und Nordosten fällt etwas Schnee, in Ostbayern gebietsweise auch kräftig, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. In Südostbayern besteht weiterhin Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen, örtlich mit unwetterartigen Niederschlagsmengen. Deutschlandweit ist es stark bewölkt bis bedeckt. In einem breiten Streifen von der Schweiz bis zum Bayerischen Wald halten länger anhaltende Regenfälle an, im Südosten weiter mit Eisregen. Vom Westen bis zur Mitte treten einzelne Schauer auf, im Osten sind zwischendurch kurze Auflockerungen möglich. Auch im Norden ist mit Schneeregen zu rechnen. In der Nacht zum Dienstag soll es laut Wetterdienst weiterhin viele Wolken und im Süden und Südosten anhaltenden Regen geben. Auch am Dienstag soll es dem DWD zufolge im Südosten bis zum Mittag noch anhaltende und teils kräftige Schneefälle geben. Gebietsweise bestehe wieder Glätte. In der Nacht zum Dienstag soll es winterlich bleiben. Im Süden und Südosten halten die Niederschläge an, zunehmend fällt wieder Schnee bis in tiefe Lagen. Wie der Deutsche Wetterdienst weiter mitteilte, sind im Bayerischen Wald und in Alpennähe bis Dienstagmorgen örtlich bis zu zehn Zentimeter Neuschnee möglich.