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02.12.2025
11:55 Uhr
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Zum zweiten Mal in Folge war das Ozonloch in diesem Jahr vergleichsweise klein. Experten sehen darin ein Zeichen der Erholung – und loben die Wirkung von Verboten.

Das Ozonloch über der Antarktis hat sich in diesem Jahr so früh geschlossen wie zuletzt 2019. Am 1. Dezember habe sich das Loch vollständig geschlossen, wie der Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) mitteilte – ein Programm der Europäischen Union zur Beobachtung der Erdatmosphäre. Außerdem war das Ozonloch in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge vergleichsweise klein. Forschende sehen darin ein Zeichen, dass sich die Ozonschicht erholen könnte. Die Größe des Ozonlochs betrug demnach in seiner Hochzeit im September rund 21 Millionen Quadratkilometer. Im Jahr 2023 war es mit rund 26 Millionen Quadratkilometern noch deutlich größer gewesen. Im November verkleinerte sich die Fläche deutlich. Zum kleineren und früher geschlossenen Ozonloch trugen in diesem Jahr verschiedene Faktoren bei. So war etwa die Ozonmenge in der Stratosphäre über der Antarktis insgesamt höher. Ein von den Vereinten Nationen in Auftrag gegebener Bericht kam im Jahr 2023 zu dem Schluss, dass das Verbot ozonschädlicher Substanzen wie etwa Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) viel dazu beigetragen habe, dass sich die Ozonschicht erholen konnte. FCKW war früher etwas in Sprays und Kühlschränken enthalten. Die Ozonschicht hat eine zentrale Schutzfunktion, weil sie die Erde gegen die schädliche ultraviolette Strahlung der Sonne abschirmt. Wenn die Ozonschicht dünner wird, können Immunsysteme von Menschen und Tieren geschwächt werden und das Risiko für Hautkrebs und Augenschäden kann steigen. Auch ein geschwächtes Pflanzenwachstum und Ernteverluste können die Folge sein. Bis sich die Ozonschicht vollständig erholt hat, dürfte es noch mehrere Jahrzehnte dauern.