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29.01.2026
10:54 Uhr
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Seit Tagen sackt der Boden im Süden Siziliens ab und bedroht die Stadt Niscemi. Gebäude sind zerstört, weitere könnten folgen. Hunderte Menschen verließen ihre Häuser.

Nach einem Unwetter sind Teile der sizilianischen Stadt Niscemi abgerutscht, es könnten weitere folgen. Seit dem Wochenende sacken immer wieder Teile des Bodens in dem Gebiet im Süden der italienischen Insel ab. Die Stadt steht damit nun am Abgrund, der sich allerdings weiter ins Land hineinfrisst. Mehr als 1.500 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, es gibt keine Berichte über Tote oder Verletzte aufgrund des Erdrutsches. Schon am Montag hatte die Regierung den Unwetternotstand für mehrere süditalienische Regionen ausgerufen. Zuvor hatten Unwetter mit viel Starkregen Süditalien heimgesucht, die Behörden hatten die Menschen zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert. Die Einwohner der Stadt harren nun italienischen Medien zufolge in Notunterkünften aus. Der Zivilschutz hält nach Angaben des italienischen Nachrichtensenders Rai News bis Mitternacht an seiner Unwetterwarnstufe für die sizilianische Hauptstadt Palermo fest. Ab Freitag soll demnach dann nur noch Warnstufe gelb gelten. Italienischen Medien zufolge soll zudem das Militär an diesem Donnerstag in Niscemi zur Unterstützung eintreffen. Bürgermeister Massimiliano Conti gab demnach bekannt, dass Militärangehörige eine Reihe von Arbeiten durchführen sollen. Unterstützung aus der Politik Die italienische Ministerpräsidentin Georgia Meloni hatte das Gebiet zusammen mit dem Leiter des Zivilschutzes, Fabrizio Ciciliano, Anfang der Woche besucht. "Die Lage ist kritisch", sagte dieser italienischen Medien zufolge . Der gesamte Hügel laufe Gefahr, auf die Ebene von Gela herabzustürzen. Viele der Evakuierten könnten nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren. Es werde ein Plan zur Umsiedlung der betroffenen Menschen gemacht. Auch Geologen warnten vor weiteren Erdrutschen. Italienischen Medien zufolge verwiesen sie dabei auf einen ähnlichen Erdrutsch in dem Gebiet 1997, der sich nun wiederhole. Menschen müssten deswegen sicherer untergebracht werden. Meloni versprach den Menschen Unterstützung. Was beim Erdrutsch 1997 passiert sei, werde sich nicht wiederholen, die Regierung werde schnell handeln, sagte sie der italienischen Zeitung Giornale di Sicilia zufolge . Der Minister für Zivilschutz versprach italienischen Medien zufolge Verbesserungen: Er werde eine Untersuchung zu den Ereignissen in Niscemi vorschlagen, um künftig besser vorbereitet zu sein. Zudem sagte er demnach Entlastungsmaßnahmen für die betroffenen Menschen zu, die ihre Häuser verloren haben, und für die Unternehmen, die aktuell nicht arbeiten können. Italiens Außenminister Antonio Tajani gab zudem italienischen Medien zufolge bekannt, dass er Hilfe des Europäischen Solidaritätsfonds für die von dem Unwetter betroffenen Regionen in Süditalien beantragen wolle. EU-Kommissionsvizepräsident Raffaele Fitto versprach den Betroffenen auf X seine Unterstützung und die Hilfe der EU.