Zeit 17.02.2026
15:22 Uhr

Umweltbundesamt: Schadstoff im Urin von Kindern und Jugendlichen nachgewiesen


MnHexP ist ein Abbauprodukt eines Weichmachers, der in der EU nicht zugelassen ist. Das Umweltbundesamt führt die ermittelte Belastung auf Sonnencremes zurück.

Umweltbundesamt: Schadstoff im Urin von Kindern und Jugendlichen nachgewiesen
Das Umweltbundesamt hat bei einer Untersuchung des Urins Hunderter Kinder und Jugendlicher im fast allen Fällen eine schädliche Substanz nachgewiesen. In 238 von 259 untersuchten Urinproben von Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahren sei der Stoff MnHexP entdeckt worden, teilte die Behörde mit. Damit wurde der Schadstoff in 92 Prozent der zwischen April und Juli 2025 gesammelten Proben nachgewiesen. In zwei Proben sei der Wert von 60 Mikrogramm pro Liter Urin, ab dem eine gesundheitliche Beeinträchtigung möglich sei, überschritten worden. MnHexP ist ein Abbauprobdukt des Weichmachers DnHexP, der in der EU nicht zugelassen ist. Das Umweltbundesamt hatte bereits 2024 über MnHexP-belastete Urinproben von Erwachsenen berichtet. Etwa zur gleichen Zeit entdecke das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima in Nordrhein-Westfalen den Stoff in Urinproben von Kindergartenkindern. Dem Umweltbundesamt zufolge gehen die MnHexP-Spuren im untersuchten Urin auf Sonnencremes zurück, wie die Behörde bereits 2024 ausgemacht hatte. Der Weichmacher kann demnach bei der Produktion des häufig zugesetzten UV-Filters DHHBs entstehen. Für Sonnenschutzmittel mit diesem UV-Filter werden in der EU den Angaben zufolge erst ab Januar 2027 strengere Regeln in Bezug auf den maximal erlaubten DnHexP-Gehalt gelten. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.