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15.01.2026
09:47 Uhr
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Nach Plänen von Nina Warken soll Cannabis nur noch nach persönlichem Arztkontakt verschrieben werden. Die SPD sieht darin Eingriffe in Ärzte- und Patientenfreiheit.

Die SPD kritisiert die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), die Verschreibung von Cannabis ohne persönlichen Arztkontakt zu verbieten. Nach Ansicht der SPD greift dies in die Berufsfreiheit der Ärzte sowie in die Entscheidungsfreiheit der Patienten ein. Das teilte Carmen Wegge, rechtspolitische Sprecherin der SPD im Bundestag, dem Spiegel mit. Nach den Plänen der Ministerin soll es künftig nicht mehr möglich sein, medizinisches Cannabis über Onlineapotheken zu beziehen. Ein Rezept wäre somit nur noch nach einem persönlichen Arztbesuch erhältlich. Momentan kann dies noch über eine Videosprechstunde getan werden. Wegge kritisierte außerdem, dass ein aktuelles Versandverbot Anbieter aus dem EU-Ausland erheblich benachteilige und somit die Dienstleistungsfreiheit sowie den freien Warenverkehr verletze. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.