Zeit 26.11.2025
13:17 Uhr

Umgang mit AfD: Rossmann tritt aus Verband der Familienunternehmer aus


Die Drogeriekette Rossmann ist nicht mehr Mitglied im Verband der Familienunternehmen. Der Schritt ist eine Reaktion auf die Aufhebung des Kontaktverbots zur AfD.

Umgang mit AfD: Rossmann tritt aus Verband der Familienunternehmer aus
Die Drogeriekette Rossmann tritt wegen der fehlenden Abgrenzung des Familienunternehmerverbandes zur AfD aus der Organisation aus. "Wir unterstützen die Haltung des Verbands nicht und haben die Mitgliedschaft gekündigt", sagte eine Unternehmenssprecherin. Der Wirtschaftsverband hatte zu seinem parlamentarischen Abend in Berlin im Oktober erstmals auch AfD-Politiker eingeladen. Dafür hob der Verband laut Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann ein bis dahin auf Bundesebene geltendes "Kontaktverbot" zu der Partei auf. An der Entscheidung des Verbands gibt es seitdem deutliche Kritik. Lob von den Grünen für die Entscheidung Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, lobte die Entscheidung Rossmanns. "Dass Unternehmen wie Rossmann klar Position beziehen und dem Verband der Familienunternehmer den Rücken kehren, ist ein wichtiges Signal", sagte sie der Bild -Zeitung. "Der Verband der Familienunternehmer muss seinen fatalen Kurs korrigieren und den Beschluss zur Zusammenarbeit mit der AfD zurücknehmen." Der Hausgerätehersteller Vorwerk, ebenfalls Mitglied in dem Verband, äußerte sich zurückhaltend. Man nehme die jüngsten Statements des Verbands zur Kenntnis und teile die wirtschaftspolitischen Inhalte. "Allerdings sehen wir einzelne Formulierungen kritisch – insbesondere dort, wo sie Interpretationsspielräume im Umgang mit politischen Rändern eröffnen", hieß es. Die Positionierung von Unternehmen müsse jederzeit im Einklang mit demokratischen Grundwerten stehen. Von dem Verband erwarte man eine "unmissverständliche Kommunikation, die keine Zweifel an der klaren Abgrenzung gegenüber extremistischen Positionen zulässt". Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.